Landeshauptfrau Mikl-Leitner zum Ableben von Alois Mock

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„Alois Mock hat die Geschichte dieser Republik wesentlich geprägt und mitgeschrieben. Er war nicht nur ein großer Niederösterreicher und Österreicher, sondern vor allem auch ein großer Europäer“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum Ableben des ehemaligen Außenministers und Vizekanzlers Alois Mock.

„Sein unermüdlicher Einsatz, seine politische Hingabe und seine Liebe zu unserer Heimat und unserem Kontinent werden unvergesslich bleiben.“
– Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

„Sein unermüdlicher Einsatz, seine politische Hingabe und seine Liebe zu unserer Heimat und unserem Kontinent werden unvergesslich bleiben. Von seinem Wirken werden noch viele Generationen nach ihm profitieren. Er ist nicht nur ein Vorbild für die heutige Generation an Politikern, sondern auch ein Vorbild für alle, die ihm nachfolgen“, so Mikl-Leitner, die auch betont: „Gerade das Europa-Forum Wachau, das in wenigen Tagen in Göttweig stattfinden wird, erinnert uns in besonderer Weise an den großen europäischen Vordenker und Vorkämpfer Alois Mock.“

Vater des EU-Beitritts

Alois Mock wurde 1934 in Euratsfeld geboren. Er war von 1987 bis 1995 Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten und führte die Beitrittsverhandlungen Österreichs mit der EU. Am 27. Juni 1989 durchschnitt er mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn bei Sopron symbolisch den Eisernen Vorhang. Er gilt als „Vater des EU-Beitritts“ und überreichte am 17. Juli 1989 Österreichs Antrag zum Beitritt zu den Europäischen Gemeinschaften und schloss am 1. März 1994 die Beitrittsverhandlungen in Brüssel ab.

Mock setzte Meilensteine Europäischer und Österreichischer Geschichte

„Alois Mock hat Grenzen überwunden und dadurch Nationen verbunden. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt und Österreich nach Europa geführt, auch gegen Widerstände aber für Frieden und Wohlstand. Sein Wirken bei der Staatswerdung von Republiken wie Slowenien und Kroatien genauso wie das Durchschneiden des Eisernen Vorhangs sind heute Meilensteine Europäischer und Österreichischer Geschichte. Seine unglaubliche Kraft und sein umfangreiches Wirken werden für uns immer Leuchtfeuer und Vorbild in unserer Arbeit bleiben“, so VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Bernhard Ebner, der auch sein Mitgefühl gegenüber der Familie von Alois Mock und seiner Frau Edith zum Ausdruck bringt.

Ein bewegtes politisches Leben

Dr. Alois Mock wurde am 10. Juni 1934 in Euratsfeld/Niederösterreich geboren. Er maturierte am Stiftsgymnasium Seitenstetten, studierte Jus in Wien und trat 1958 in das Unterrichtsministerium ein. 1961 wechselte er in das Bundeskanzleramt, das ihn an die österreichische Vertretung bei der OECD nach Paris entsandte. 1965 wechselte er in das Kabinett des Bundeskanzlers Josef Klaus, wurde 1966 dessen Kabinettschef und 1969 für knapp zehn Monate Unterrichtsminister.

Nach der Nationalratswahlen 1970 wurde Mock Nationalratsabgeordneter und bekleidete eine Zeit lang auch die Funktion des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde Euratsfeld. 1971 wurde er zum Bundesobmann des ÖAAB gewählt, 1978 zum Klubobmann der ÖVP im Parlament und 1979 zum Bundesparteiobmann. Er wurde 1987 Vizekanzler und 1989 Außenminister.

Schon 1979 wurde Mock Präsident der Europäischen Demokratischen Union, 1983 Präsident der Internationalen Demokratischen Union, die er gemeinsam mit Margaret Thatcher, Jacques Chirac und Helmut Kohl gründete. Er verfolgte mit großer Beharrlichkeit das Ziel des österreichischen Beitritts zur EU, überreichte im Juli 1989 den Beitrittsantrag und krönte seine Laufbahn mit dem erfolgreichen Abschluss der Beitrittsverhandlungen 1994.

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