Wirtschaft, Infrastruktur, Wissenschaft & Gesundheit Arbeitsschwerpunkte im Industrieviertel

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Die Wirtschaftsoffensive mit moderner Infrastruktur weiter stärken, das Industrieviertel als Gesundheitsviertel weiter entwickeln und die Wissenschaftsimpulse nutzen: Diese Arbeitsschwerpunkte für das Industrieviertel stellte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Rahmen des Regionstages der Volkspartei Niederösterreich bei einer Pressekonferenz in Baden vor.

„"Das Industrieviertel ist eine Gründerregion par excellence"“
– Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll

"Das Industrieviertel ist eine Gründerregion par excellence", sagte der Landeshauptmann zum Thema Wirtschaftsoffensive: "In Niederösterreich hat es 2015 rund 9.000 Neugründungen gegeben und damit sind wir Nummer 1 im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Rund ein Drittel aller Neugründungen sind im Industrieviertel zu verzeichnen." Ein Grund dafür sei eine "Kraftachse von Wirtschaftsparks", über die man im Industrieviertel verfüge, betonte er und verwies auf den Wirtschaftspark Bruck (700 Arbeitsplätze, 61 Betriebe), das IZ NÖ Süd (11.000 Arbeitsplätze, 368 Betriebe), den Wirtschaftspark Kottingbrunn (950 Arbeitsplätze, 28 Betriebe) und die Nova City Wr. Neustadt (3.100 Arbeitsplätze, 143 Betriebe). "Von dieser Wirtschaftsachse geht eine entsprechende Dynamik aus", so Pröll.

Neue Impulse durch Landesausstellung

Mit 2,9 Millionen Nächtigungen befinde man sich im Industrieviertel auf einem "konstant hohen Niveau", hielt der Landeshauptmann zum Thema Tourismus fest. Zusätzliche Impulse wolle man in diesem Bereich etwa durch die Landesausstellung 2019 und das neue Hotel-Projekt in Wiener Neustadt sowie die geplante Modernisierung des Hotel Schloss Weikersdorf in Baden setzen.

Investitionen in Infrastruktur

"Ein gut ausgebautes Straßennetz ist eine Lebensader jeder Region", betonte Pröll zum Thema Straßen-Infrastruktur. Als zentrale Projekte nannte er den sechsspurigen Ausbau der A 4 Ostautobahn zwischen Fischamend und der Landesgrenze, die Ostumfahrung Wiener Neustadt, die Umfahrung Zwölfaxing sowie die barrierefreie Querung der B 210 in Baden für Fußgänger und Radfahrer.

Im Öffentlichen Verkehr verwies er auf den Ausbau der Badener Bahn, die derzeit rund 35.000 Fahrgäste am Tag zähle, sowie den zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Linie, in die rund 663 Millionen Euro investiert werden.

Breitband wird ausgebaut

Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Infrastruktur sei auch der Ausbau des Breitbandnetzes, erst vorige Woche sei das eigenständige niederösterreichische Breitbandmodell von der EU als bestes Modell ausgezeichnet worden: "Insgesamt gibt es in Niederösterreich vier Modellregionen, darunter im Industrieviertel die Pilotregion Triestingtal. Dort sollen bis Ende 2018 rund 6.000 Haushalte angeschlossen sein, wir investieren 9,9 Millionen Euro."

Schwerpunkt auch im Gesundheitsbereich

Im Gesundheitsbereich verfüge das Industrieviertel über die "Gesundheitsachse Mödling – Baden – Wiener Neustadt – Neunkirchen", man verfolge dabei über "eine klare Strategie" mit medizinischen Versorgungsschwerpunkten in den einzelnen Häusern, die sich miteinander ergänzten, so Pröll. Das Landeskrankenhaus Baden wurde bereits eröffnet, in Mödling wird für Mitte nächsten Jahres die Fertigstellung erwartet. In das Landeskrankenhaus Neunkirchen fließen rund 170 Millionen Euro, in Wiener Neustadt werden 30 Millionen Euro für kurzfristige bestandserhaltende Maßnahmen bereitgestellt und es erfolgt auch die Projektentwicklung für den geplanten Neubau.

500 Mio. für Wissenschaft bis 2020

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt für das Bundesland Niederösterreich sei die Wissenschaft, so Pröll. In den vergangenen Jahren seien rund 600 Millionen Euro in die wissenschaftliche Infrastruktur investiert worden, bis 2020 werde man weitere 500 Millionen Euro investieren. "Wir haben eine starke Wissenschaftsachse aufgebaut", betonte er. MedAustron in Wiener Neustadt, in das rund 200 Millionen Euro investiert wurden und wo in Kürze der erste Patient behandelt werde könne, sei ein ganz besonderes "Leuchtturmprojekt". Weiters verwies der Landeshauptmann auch auf wesentliche dezentrale Einrichtungen wie etwa das Lehr- und Forschungsgut Medau oder das Conrad-Observatorium am Trafelberg.

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