"Schließung der Kaserne Horn ist vom Tisch"

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Nach einem Arbeitsgespräch zwischen LH Pröll und Verteidigungsminister Doskozil steht fest: Die Schließung der Kaserne Horn ist vom Tisch. Darüber hinaus wurde auch eine Festigung des Standortes Melk inklusive raschem Ausbau sowie die Situation der Militärmusik besprochen.

Eine „ausgezeichnete Gesprächsbasis, die von hoher Sachlichkeit geprägt ist“, konstatierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesminister Mag. Hans Peter Doskozil im Anschluss an ihr heutiges Arbeitsgespräch im NÖ Landhaus in St. Pölten.

Kaserne Horn bleibt bestehen

Das Gespräch habe vor allem drei konkrete Ergebnisse erbracht, so Landeshauptmann Pröll im Zuge einer Pressekonferenz. "Die Schließung der Kaserne Horn ist vom Tisch", informierte der Landeshauptmann, der auch die Bedeutung der Kaserne für die wirtschaftliche Entwicklung des Waldviertels hervorhob, zunächst.

In diesem Zusammenhang hielt Doskozil fest: "Die Schließung wird nicht stattfinden." Man wolle die regionalen Strukturen stärken, und für diese Regionalität werde man die Kaserne Horn brauchen: "Damit ist ganz klar: Die Schließung der Kaserne Horn ist vom Tisch."

Auch der Horner Bürgermeister, Labg. Jürgen Maier, zeigt sich erfreut über den Erhalt der Radetzky Kaserne und spricht von einer "wirklich erfreulichen Mitteilung für unsere Stadt, für die ganze Region und damit für etwa 180 Arbeitsplätze, den Betroffenen und deren Familien".

Melk: Kasernenstandort "gefestigt" und vor Ausbau

Weiters habe man auch die Weiterentwicklung der Kaserne Melk besprochen. So werde "seit geraumer Zeit" daran gearbeitet, diese Kaserne entsprechend auszubauen. Nachdem der Ausbau aufgeschoben worden war, sei "nunmehr die Entscheidung getroffen" worden, dass der Ausbau "in unmittelbarer Zeitenfolge" getätigt werde, so Pröll, der dazu betonte: "Dies ist auch eine Festigung des Standortes Melk." Schon heute erfolge mit der Übergabe von zwölf Flachwasserbooten an die Melker Pioniere "ein erster Vorbote dieser Standortstärkung", sagte er.

"Überdenken" bei Militärmusik

Als drittes Ergebnis ging der Landeshauptmann auf das Thema Militärmusik näher ein. Der Bundesminister habe zugesagt, dass es hier "ein Überdenken" der zuletzt durch dessen Vorgänger festgelegten Linie im Zusammenhang mit der Militärmusik geben werde, so Pröll. Dem "Dank für die ausgezeichnete Gesprächsbasis" und den "vernünftigen Weg in der Sacharbeit" schloss der Landeshauptmann abschließend auch den "Dank für die Kooperationsbereitschaft" an. Außerdem sei "bei all den Gesprächen spürbar", dass der Bundesminister "ein überzeugter Föderalist" sei, so Pröll.

Regionale Strukturen sollen gestärkt werden

Der Verteidigungsminister bedankte sich für "den herzlichen Empfang" in St. Pölten und betonte in seiner Stellungnahme die Notwendigkeit, "interne Strukturen zu diskutieren", und "unsere Strukturen ganz offen zu hinterfragen". So werde man sich in der Zentralstelle des Österreichischen Bundesheeres "massiv verschlanken", während man gleichzeitig "in die Breite gehen" wolle: "Dort, wo Einsatzfähigkeit gefragt ist, wollen wir größer werden und die regionalen Strukturen stärken." Dazu wolle man die Militärkommanden stärker in den Vordergrund stellen, so etwa beim Katastrophenschutz.

Zum Thema Militärmusik betonte er: "Die Militärmusik hat einen großen traditionellen Stellenwert in der Gesamtheit des Bundesheeres, und sie hat auch einen regionalen Stellenwert." Er gehe davon aus, "dass wir künftig eine Militärmusik haben werden, mit der die Länder zufrieden sein werden".

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