Europa-Forum Wachau feiert 20-Jahre-Jubiläum

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Das Europa-Forum Wachau (EFW) feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Hochkarätige politische Gäste aus Ungarn, Tschechien, Serbien und Georgien und vielleicht auch aus der Ukraine kommen am Wochenende (13./14.) in das Stift Göttweig. Erstmals werden auch Europa-Preise vergeben.

Außenminister Sebastian Kurz und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll zogen dazu eine positive Bilanz. "Österreich hat von der EU profitiert", resümierte Kurz. 70 Prozent der Exporte gehen in EU-Staaten, Österreich habe alle Freiheiten, bis hin zu den Erasmus-Studienprogrammen. Die neu geschaffenen Europa-Preise werden am Jubiläums-Wochenende in den Kategorien Zivilgesellschaft, Berichterstattung und Jugend zuerkannt. In der Jury sitzen u.a. die frühere Außenministerin Benita Ferrero-Waldner und der frühere Agrarkommissar Franz Fischler.

"Tor zu den neuen Staaten"

"Das Europa-Forum wurde - ein Jahr nach Österreichs EU-Beitritt - installiert, um den Europäisierungsprozess zu begleiten", betonte Pröll. Niederösterreich sei dafür prädestiniert. Das Bundesland zu einem "Tor zu den neuen Staaten" zu machen, die Rolle der Regionen zu stärken, einen dauerhaften Dialog zu installieren - das seien Ziele des EFW. Das Europa-Forum stelle heute eine Plattform des Dialogs und der Meinungsbildung dar. 21 Regierungschefs, 21 Außenminister sowie etliche EU-Kommissare fanden sich in den letzten 20 Jahren im Stift Göttweig zu den Debatten ein. Auch Intellektuelle kamen zu Wort - von Hugo Portisch bis Robert Menasse. Heuer soll "Falter"-Herausgeber Armin Thurnher die Rolle des Querdenkers spielen.

Generalthema: "Stößt Europa an seine Grenzen?"

Das diesjährige Generalthema werde "Stößt Europa an seine Grenzen?" lauten, informierte Landesrätin Schwarz. Dabei gehe es um die Asylfrage ebenso wie um eine gemeinsame Wirtschafts- und Außenpolitik oder auch um die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Neben prominenten Referenten wie zum Beispiel den tschechischen Vizepremierminister Ing. Andrej Babis, EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn oder dem ungarischen Außenminister Dr. Peter Szijjarto werde es auch heuer wieder Arbeitskreise geben, so etwa zu den Themen Sicherheitspolitik und regionale Zusammenarbeit, berichtete die Landesrätin.

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