Starke Nachfrage nach 24h-Betreuung

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Für die Ganztagesbetreuung von betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen im Eigenheim wurden Modelle zur Förderung der 24-Stunden-Betreuung geschaffen. Dass sich die 24-Stunden-Betreuung in Niederösterreich nach wie vor als gern in Anspruch genommene Alternative zur Heimunterbringung erweist, zeigt schon allein die ständig steigende Anzahl der vom Land bewilligten Förderanträge seit der Einführung dieses Fördermodells im Jahre 2008.

Förderung der 24-Stunden-Betreuung

Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz zieht dazu Bilanz: „Im Jahr 2008 haben 1.835 Personen eine Förderung der 24-Stunden-Betreuung bezogen. In den kommenden Jahren haben wir eine stark steigende Nachfrage erlebt, dabei hat sich die Zahl der FörderbezieherInnen von 4.075 im Jahre 2010 auf 8.834 im Jahre 2016 mehr als verdoppelt. Dafür wurden 2016 rund 38,5 Millionen Euro aufgewendet. Im ersten Halbjahr 2017 zeigt die Statistik bereits 7.797 FörderbezieherInnen in unserem Bundesland auf und bestätigt die steigende Nachfrage klar.“

Anzahl der Pflegebedürftigen wird steigen

Der aktuelle Altersalmanach, dem wissenschaftliche Erhebungen der Universität Wien zugrunde liegen, bestätigt diesen Trend ebenfalls: „Daraus wissen wir, dass nicht nur die die Gesamtbevölkerung Niederösterreichs bis zum Jahr 2030 auf 1,74 Mio. anwachsen wird, sondern sich auch die Zahl der PflegegeldbezieherInnen im Bundesland, prognostiziert bis 2025, von aktuell knapp über 90.000 auf nahezu 106.000 Personen erhöhen wird. Die Wissenschaft hat uns auch einen deutlichen Anstieg bei der 24-Stunden-Betreuung vorausgesagt. Wir gehen dabei von Erhöhungen um bis zu 80% bis zum Jahr 2025 aus. Daher ist es für mich vorrangig, pflegende Angehörige bestmöglich zu unterstützen, also auch die mobile Betreuung und Pflege auszubauen und auch die 24-Stunden-Betreuung zu fördern. Eine Ungewissheit in der Entwicklung des Pflege- und Betreuungsangebotes in Niederösterreich entsteht mit Sicherheit durch die Abschaffung des Pflegeregresses. Hier gilt es, die kommenden Entwicklungen genau zu beobachten und analysieren, um daraus etwaige Notwendigkeiten ableiten zu können.“ 

Erweiterung des Bundesmodells

Allgemein wird die 24-Stunden-Betreuung erst ab Pflegegeldstufe 3 in der maximalen Höhe von 550 Euro bei zwei selbständigen Betreuungsverhältnissen monatlich gefördert. Landesrätin Schwarz weist jedoch auf das besondere NÖ Fördermodell hin: „Voraussetzung für ein Betreuungsverhältnis nach dem Hausbetreuungsgesetz des Bundes ist ein Pflegegeldbezug zumindest der Pflegegeldstufe 3. Jedoch ermöglichen wir in Niederösterreich, abweichend zum geltenden Bundesmodell, bei nachgewiesener Demenz auch bereits eine Förderung bei Pflegegeldbezug der Stufen 1 und 2.“

Kompetent informiert bei der Pflege-Hotline

Die MitarbeiterInnen der Pflege-Hotline des Landes NÖ bieten pflegebedürftigen Menschen, deren Angehörigen und allen Personen, die mit Fragestellungen rund um die Pflege befasst sind, umfassende und kompetente Beratung. Montag bis Freitag, 8:00-16:00 Uhr: 02742 / 9005 – 9095. 



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