NÖ & Wien schnüren S-Bahn und Regionalbahn-Paket

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Durch länderübergreifende Abstimmungen sowie eine langfristige Planung konnten in den vergangenen Jahren massive Fahrgaststeigerungen in Wien und Niederösterreich erreicht werden. Das führt jedoch dazu, dass auf manchen Hauptverkehrsadern in und um Wien zu Stoßzeiten immer wieder Kapazitätsengpässe eintreten. Deshalb kommt es 2017 zu einer massiven Stärkung der Flughafenschnellbahn S7, Franz-Josefs-Bahn und Ostbahn.

„Die für 2017 geplanten Maßnahmen sind Teil unserer Öffi-Offensive, mit der wir immer mehr Menschen zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel bringen.“
– Landesrat Mag. Karl Wilfing

"Gemeinsam haben wir beschlossen, diverse S- und Regionalbahnen zu verstärken und so die Pendlerinnen und Pendler zu entlasten. Wien und Niederösterreich gehen diesen Schritt gemeinsam, weil auch beide Länder in der Frage der Finanzierung gefordert sind. Daher wurde der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) nun von Wien und Niederösterreich beauftragt, ein Entlastungspaket für S7, Franz-Josefs-Bahn und Ostbahn auf Schiene zu bringen", informieren Wiens Finanzstadträtin Renate Brauner und Niederösterreichs Verkehrslandesrat Karl Wilfing.

S7, Franz-Josefs-Bahn & Ostbahn werden gestärkt

Insbesondere die S7 (Wolfsthal – Fischamend – Schwechat – Wien Floridsdorf), die Franz-Josefs-Bahn im Abschnitt Wien – Klosterneuburg – St. Andrä-Wördern – Tulln – Tullnerfeld und die Ostbahn (Wien Meidling – Wien Hbf. – Grillgasse – Gramatneusiedl – Bruck/Leitha – Bratislava-Petržalka/ Neusiedl am See) gehören zu stark nachgefragten Verkehrsschlagadern in der Ostregion. Durch den Einsatz zusätzlicher Züge könnte im Laufe des Jahres 2017 eine massive Komfortsteigerung gerade für Berufs- und Bildungspendler umgesetzt werden.

Starker Zuwachs beim Öffentlichen Verkehr

"Wir haben in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich investiert. Auch die für 2017 geplanten Maßnahmen sind Teil unserer Öffi-Offensive, mit der wir immer mehr Menschen zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel bringen. Alleine in diesem Jahr haben wir wieder Zuwachsraten im öffentlichen Verkehr von mehr als 10 Prozent erreicht – diesen Trend wollen wir fortsetzen", hält Karl Wilfing fest.

Rechtliche Basis geschaffen

Konkret wurden am 6. Dezember 2016 die vergaberechtlich notwendigen Ankündigungen für optionale Mehrleistungen auf der Franz-Josefs-Bahn und der Ostbahn zur Veröffentlichung an die TED-Website, die Plattform für das europäische öffentliche Auftragswesen, versendet. Damit ist die rechtliche Basis für ein massives S-Bahn- und Regionalbahnpaket mit möglicher Umsetzung Ende 2017 geschaffen. Vorbehaltlich der Klärung trassentechnischer und finanzieller Aspekte ist die Inbetriebnahme der zusätzlichen Verkehre im Dezember 2017 möglich:  

S7: Achse Flughafen – Wien

Durch eine Verdichtung der S-Bahn von zwei auf bis zu vier Züge pro Stunde und Richtung zwischen Flughafen (NÖ) – Rennweg – Floridsdorf (Wien) können zu besonders nachgefragten Zeiten zusätzliche Sitzplätze für bis zu 800 Fahrgäste pro Stunde und Richtung geschaffen werden. Angedacht ist dabei eine S7-Sprinter-Maßnahme zur Kapazitätserweiterung, also beschleunigte Garnituren, welche die besonders stark nachgefragten Halten bedienen. Hier sollen ausschließlich die neuen barrierefreien Cityjet Züge zum Einsatz kommen.

S40: Franz-Josefs-Bahn – Klosterneuburg – Tulln 

Für den Abschnitt Franz-Josefs-Bahnhof – Klosterneuburg – Kritzendorf sollen zu den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten zusätzliche S-Bahn-Sprinterzüge verkehren – mit der Option diese bis St. Andrä-Wördern zu verlängern. Damit könnte dieser am stärksten nachgefragte Abschnitt der Franz-Josefs-Bahn entlastet werden.

Zusätzlich sollen im Abschnitt Franz-Josefs-Bahnhof – Tulln – Regionalbahnhof Tullnerfeld auf der S-Bahnlinie S40 Taktlücken geschlossen und Kapazitätserweiterung umgesetzt werden. Eine Verstärkung der REX-Verkehre Sigmundsherberg – Tulln – Wien wäre gerade für weiter anreisende Berufs- und Schulpendler eine Verbesserung des Öffi-Angebotes.

Ostbahn: Wien Meidling – Wien Hauptbahnhof – Bruck/Leitha 

Im Abschnitt Wien Hauptbahnhof und Bruck an der Leitha (mit sämtlichen Zwischenhalten) sollen auf der S-Bahnlinie S60 Montag bis Freitag (wenn Werktag) zusätzliche Züge eingeführt werden.

Im Abschnitt Wien Hauptbahnhof und Bruck an der Leitha (mit Halten in Gramatneusiedl und/oder Götzendorf) sollen im schnellen Nahverkehr täglich zusätzliche REX-Züge verkehren. Teilweise werden die Nahverkehrszüge bis Neusiedl am See oder Bratislava-Petržalka verlängert. Damit könnten zu Hauptverkehrszeiten im Abschnitt Bruck an der Leitha – Wien Hauptbahnhof pro Stunde zusätzlich bis zu 500 zusätzliche Sitzplätze angeboten werden. 



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