Kulturpreisgala im Festspielhaus St. Pölten

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LH Mikl-Leitner: Wichtiger Beitrag zur Positionierung Niederösterreichs als offenes, vielfältiges Kulturland

Bei einer großen Gala im Festspielhaus St. Pölten überreichte am Freitagabend, 3. November, erstmals Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Kulturpreise des Landes Niederösterreich. Die Landeshauptfrau sagte dabei im Gespräch mit Claudia Schubert, der Moderatorin der Kulturpreisgala: "Die Preisträgerinnen und Preisträger machen mit viel Engagement, Leidenschaft und Hingabe Kunst und Kultur spürbar und erfahrbar. Hiermit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Positionierung Niederösterreichs als offenes, modernes und vielfältiges Kulturland. Heuer darf ich zum ersten Mal diese Preisverleihung als Landeshauptfrau vornehmen und dabei auch meine große, persönliche Wertschätzung für die außergewöhnlichen Leistungen der Geehrten zum Ausdruck bringen".

Wichtiges Elixier unseres Bundeslandes

"Sowohl die Wissenschaft als auch die Kultur sind ein wichtiges Elixier für die Weiterentwicklung unseres Bundeslandes", sprach Mikl-Leitner. "Gerade die Künstlerinnen und Künstler sind es, die unser Land und unser Leben bunter, liebenswerter und lebenswerter machen", betonte sie. Die Künstlerinnen und Künstler seien unverzichtbar für Niederösterreich und eine unglaubliche Bereicherung. Künstler seien aufgeschlossen für Neues, experimentierfreudig und ihre Kreativität kenne keine Grenze. In Niederösterreich seien Kunst und Kultur an allen "Ecken und Enden" erlebbar, egal ob man sich urbanen Raum oder im ländlichen Raum befinde, unterstrich sie.

Verwirklichung von vielen Leuchtturmprojekten

In den letzten Jahren und Jahrzehnten seien sehr viele Leuchtturmprojekte verwirklicht worden, besonders die Kultur in den Regionen sei gestärkt worden, sagte sie und erinnerte an Grafenegg, an den Kulturbezirk in St. Pölten und an die Kunstmeile in Krems. Auch in der Breitenkultur sei sehr viel passiert, meinte Mikl Leitner und verwies auf die Volkskultur, auf die Musikschulen und die 700 Museen im ganzen Land. "Wir setzen auch in Zukunft auf die Stärken der Regionen und bauen die kulturelle Nahversorgung weiter aus, forcieren den Festivalstandort Grafenegg und das Projekt, die Landeshauptstadt St. Pölten zur europäischen Kulturhauptstadt für das Jahr 2024 zu machen, liegt vor uns", schloss die Landeshauptfrau.

Kunst ist aufrüttelnd, angriffig und schockierend

Mag. Bettina Hering, Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele, meinte in ihrer Gastrede: "Kunst ist aufrüttelnd, angriffig, schockierend. Kunst ist, so scheint es, eine Kampfzone, die einen Angriff, diese Überwältigungsstrategie  braucht, um bestehende Kunst-und Kulturkonzepte zu hinterfragen oder neu aufzustellen. Das Publikum ist mehr denn je ein aktiver Teilnehmer".

Bereits über 1.000 Preise wurden vergeben

Bereits seit 1960 vergibt das Land Niederösterreich Kulturpreise in unterschiedlichen Sparten, seither wurden bereits über 1.000 Preise gezählt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden Jahr für Jahr von unabhängigen Fachjurys ermittelt. Heuer wurden je ein Würdigungspreis und zwei Anerkennungspreise aus folgenden acht Sparten verliehen – Bildende Kunst, Literatur, Darstellende Kunst, Medienkunst (Künstlerische Fotografie), Musik, Volkskultur und Kulturinitiativen, Erwachsenenbildung sowie der Sonderpreis 2017 "Kultur verbindet Kulturen". Die Kulturpreise sind mit 11.000 Euro (Würdigungspreis) und 4.000 Euro (Anerkennungspreis) dotiert. Die Geehrten wurden in kurzen Videoporträts vorgestellt. Die junge Bläserphilharmonie Niederösterreich unter Daniel Muck sowie das Klarinettenquartett Mocatheca untermalten musikalisch den Abend.

Im Zuge der Kulturpreisgala konnte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an Jakob Gasteiger den Würdigungspreis in der Kategorie "Bildende Kunst" überreichen, die Anerkennungspreise gingen an Barbara Kapusta und Stefan Zsaitsits.

Den Würdigungspreis in der Kategorie „Darstellende Kunst“ erhielt Johann Kropfreiter, Anerkennungspreise wurden an Anna Katharina Bernreitner und Johannes C. Hoflehner vergeben.

In der Kategorie „Künstlerische Fotografie“ erhielt Margherita Spiluttini den

Würdigungspreis, die Anerkennungspreise gingen an Caroline Heider und an Michael Part.

Den Würdigungspreis für Erwachsenbildung erhielt Gudrun Biffl, die Anerkennungspreise gingen am Edith Schroll und an das Katholische Bildungswerk der Diözese St. Pölten.

Den Würdigungspreis in der Kategorie „Literatur“ konnte Alfred Komarek entgegen

nehmen, Anerkennungspreise erhielten Richard Schuberth und Simone Hirth Seidl.

In der Musik wurde Josef Aichinger mit dem Würdigungspreis ausgezeichnet, Ines

Schüttengruber und Judith Unterpertinger jeweils mit einem Anerkennungspreis.

Den Würdigungspreis für „Volkskultur und Kulturinitiativen“ erhielt Edda Mayer-Welley, Anerkennungspreise gingen an den JazzClub Drosendorf und an ALMA.

In der Kategorie „Kultur verbindet Kulturen – Sonderpreis 2017“ ging der Würdigungspreis an den Verein KASUMAMA, Anerkennungspreise gingen an BiondekBühne Baden und an den Verein Grenzenlos St. Andrä-Wördern.



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