Equal Pay Day in Niederösterreich am 11. Oktober 2017

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Am 11. Oktober ist in Niederösterreich der Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen statistisch gesehen ihr Jahreseinkommen erreicht haben. Plakativ gesprochen: Ab Mittwoch erhalten Frauen in Niederösterreich keinen Lohn mehr. 2009 fand der erste Equal Pay Day (Tag der gleichen Bezahlung) in Österreich statt und leider ist der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern noch immer beträchtlich. Wieder plakativ gesprochen: in Niederösterreich arbeiten Frauen 283 Tage "bezahlt" und 82 Tage "unbezahlt".

Deshalb appelliert Frauen-Landesrätin Barbara Schwarz an alle Frauen und Mädchen: "Eine fundierte Ausbildung und das Ergreifen eines Berufes sind meiner Meinung nach absolute Muss-Voraussetzungen für eine finanzielle Absicherung in späteren Jahren. Information ist für mich ein wichtiger Ansatz, damit bei der Entscheidung für eine Berufslaufbahn und bei der Lebensplanung klar ist, welche Konsequenzen eine Berufsunterbrechung oder Teilzeitbeschäftigung hat."

Einkommensunterschiede wirken sich dramatisch aus

Dramatisch wirken sich die Einkommensunterschiede und lange Jahre der unbezahlten Haus- und Betreuungsarbeit, Karenzzeiten und Teilzeitarbeiten für viele Frauen bei der Pensionsanrechnung aus und deshalb sind Frauen in Österreich oft mit einer minimalen Pensionsauszahlung konfrontiert und somit verstärkt von der Altersarmut betroffen.

Bereits die Berufswahl sollte sorgfältig und vorausschauend erfolgen

Deshalb sollte bereits die Berufswahl auch unter dem Aspekt der Verdienstmöglichkeiten sorgfältig und vorausschauend erfolgen. Es existiert noch immer ein Lohngefälle zwischen klassischen Frauen- und Männerberufen. "Ich möchte Frauen ermutigen, neue Wege in der Ausbildungs- und Berufswahl zu gehen und auch ihre Töchter dabei zu fördern. Denn Berufe in Technik und Handwerk werden von Frauen und Mädchen kaum gewählt. Meist weil das gesellschaftliche Umfeld dafür nicht offen ist oder zu wenig über die Anforderungen in diesen Bereichen bekannt sind. Tatsache ist, dass die Einkommen in diesen Segmenten höher als in den sogenannten typischen Frauenberufen sind. Eine Absicherung durch eine Ehe ist heutzutage nicht mehr realistisch. Nahezu 50 Prozent aller Ehen werden geschieden. Ohne Absicherung durch einen Beruf ist es schwierig, ein gesichertes Auskommen zu finden. Gleichzeitig versuchen wir gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich, dem AMS Niederösterreich und der Industriellenvereinigung Niederösterreich Unternehmen ins Boot zu holen, damit Frauen in männlich dominierten Berufen Fuß fassen können", betont Landesrätin Schwarz.

Frauen sollten selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen gehen

Eine weitere Initiative zur Unterstützung von Frauen in Niederösterreich ist das Regionale Mentoring Programm des Landes Niederösterreich. Es soll Frauen, die im Berufsleben oder vor einer Neuorientierung stehen, Mut machen sich weiter zu entwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Ziel ist es, Frauen fit zu machen, auch für Führungsaufgaben - durch die Vermittlung von Mentorschaften oder durch ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsangebot. "Wir möchten, dass Frauen selbstbewusst im Berufsleben agieren und auch selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen hineingehen und ihren Fähigkeiten und Qualifikationen entsprechend bezahlt werden", so Landesrätin Schwarz.



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