LR Schleritzko präsentierte neue Infokampagne der Initiative „Tut gut!“ zum Thema „Kindergesundheit“

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Im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten präsentierte Landesrat Ludwig Schleritzko, gemeinsam mit Landesschulärztin Gabriele Freynhofer und Johannes Zuser, Bürgermeister der Gesunden Gemeinde Hürm und Vater von drei Kindern, den neuen Schwerpunkt „Kindergesundheit“ der Initiative „Tut gut“. Die neue Infokampagne soll Kindern und Eltern auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil unterstützen.

Weichenstellung im Zeichen der Gesundheit

„,Tut gut!‘ ist ein wichtiger Baustein der niederösterreichischen Gesundheitspolitik“, so Landesrat Schleritzko, der festhielt: „Gesundheit beginnt bereits im Kindesalter. Es werden die Weichen für das Gesundheitsverhalten und die Lebensqualität in späteren Jahren gelegt.“ Daher sei es wichtig, dass Kinder bereits von klein auf lernen, einen gesunden und eigenverantwortlichen Lebensstil zu führen. Die Zahlen zeigten, dass hier Handlungsbedarf bestehe, dem wolle man mit dem neuen Kinderschwerpunkt der Initiative „Tut gut!“ entgegenwirken, so Schleritzko.

Mehr Obst und Bewegung für Kinder

„Kinder bewegen sich heute viel zu wenig. Während sich im Alter von drei bis sechs Jahren noch die Hälfte der Kinder täglich 60 Minuten bewegt, ist es im Alter von sieben bis zehn Jahren nur noch ein knappes Drittel“, betonte der Landesrat, dass beim Thema Bewegung auch das Verhalten der Eltern maßgeblich sei. Was die Ernährung betreffe, so würden in der Kindheit Essgewohnheiten und Ernährungsmuster geprägt werden. Laut derzeit gültiger Ernährungsempfehlungen sollten Kinder mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu sich nehmen. Das würden nur 17,3 Prozent der Buben und 20,3 Prozent der Mädchen in der Altersgruppe drei bis sechs Jahre erreichen, so Schleritzko. Ein weiteres wichtiges Thema sei die mentale Gesundheit. Psychische Belastungen bei Kindern seien im Vormarsch, Folgen seien Übergewicht und Adipositas.

Neue Broschüre mit Informationen

Im Rahmen einer Umfrage von „Tut gut!“ seien Eltern zum Thema Kindergesundheit befragt worden, 35 Prozent der Eltern hätten angegeben, nicht ausreichend über das Thema informiert zu sein. Mit dem neuen Schwerpunkt Kindergesundheit biete „Tut gut!“ nun eine Reihe von Orientierungshilfen. „Wir wollen Kinder auf spielerische Weise mit dem Thema Gesundheit vertraut machen“, führte Schleritzko aus, dass es eine „Tut gut!“-Kinderbroschüre „Fito Fits Gesundheitstipps für Kinder!“ mit spannenden Informationen und Tipps, eine „Tut gut!“-Kinderpyramide mit Empfehlungen zu Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit und das Gewinnspiel „Fito Fits Gesundheits-Quiz für Kinder“ (Einsendeschluss ist der 30.11.2017) gebe.

Landesrat positiv gestimmt

„Ich bin überzeugt davon, dass der Schwerpunkt Kindergesundheit maßgeblich für die positive Entwicklung in unserer Gesellschaft ist“, betonte der Landesrat weiters: „Studien zufolge bringt jeder Euro, den wir in zielgruppenorientierte Maßnahmen im Vorschulalter investieren, langfristig Einsparungen im Gesundheits- und Sozialsystem.“

Adipositas bei Kindern

Landesschulärztin Gabriele Freynhofer sagte, dass trotz aller Fortschritte die Zahlen von Adipositas alarmierend seien. Laut der Gesundheitsstudie der WHO seien 59 Prozent der Menschen in Europa übergewichtig, wenn nicht adipös, damit liege Europa hinter Nord- und Südamerika. In Amerika seien die an Adipositas erkrankten Menschen bereits als Kind adipös gewesen. Auch in Österreich gebe es bei 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine Gefährdung. Adipositas bezeichne man als Krankheit, es sei der Grundstein für viele Folgeerkrankungen in der Entwicklung von Kindern, etwa das Fortschreiten der Zuckerkrankheit. „Die Prävention von Übergewicht und Adipositas muss daher bereits in möglichst frühem Alter stattfinden“, so Freynhofer. Sie begrüße daher das Projekt „Kindergesundheit“ der Initiative „Tut gut!“, dieses sei „eine nachhaltige gesundheitspolitische Investition“.

Gemeinsam für die Zukunft

Der dreifache Familienvater Bürgermeister Johannes Zuser hielt fest, dass die Verantwortung bei den Eltern liege: „Wenn wir’s nicht vorleben, werden es die Kinder nicht nachmachen.“ Gemeinsames Zähneputzen, gemeinsames Frühstücken, gemeinsames Einkaufen und dazugehörige Erklärungen könnten helfen. Auch solle man den Weg in die Schule zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, wenn es die Möglichkeit gebe. Die Broschüre von „Tut gut!“ sei „gut gelungen“ – es gebe Spiele, die zu Bewegung animieren, und Ernährungstipps – und diese könne immer wieder bei Unsicherheit zu Rate gezogen werden.

 

 



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