Altlast in Maria Enzersdorf wird saniert!

Die Altlastensanierungskommission des Bundes hat unter dem Vorsitz von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf für die Maßnahmen zur Sanierung der Altlast „Putzerei Svrcek“ bei förderungsfähigen Kosten von 400.000 Euro und einem Förderungssatz von 80 % eine Förderung von 320.000 Euro beschlossen.

Altstandort der Putzerei

Der Altstandort „Putzerei Svrcek“ befindet sich im Ortszentrum von Maria Enzersdorf, Niederösterreich, unmittelbar an der Hauptstraße. Auf dem ca. 600 m² großen, bebauten Grundstück wurde zwischen 1961 und 1981 eine Putzerei betrieben. Im Rahmen des Betriebs kam es zu einer massiven Verunreinigung des Untergrundes mit dem eingesetzten Reinigungsmittel Tetrachlorethen und folglich zu einem Schadstoffeintrag ins Grundwasser. Im Abstrom des Altstandortes befinden sich zahlreiche Hausbrunnen. Die Stadtgemeinde hat sich zur rascheren Umsetzung einer Sanierung bereiterklärt als freiwilliger Förderwerber aufzutreten. Die erhebliche Gefahr für das Schutzgut Grundwasser wird durch Räumung der hochkontaminierten Untergrundbereiche und durch die Errichtung einer Sperrkünette mit Dichtwand im Grundwasserabstrom, Förderbrunnen und eine Reinigung des Grundwassers über eine Aktivkohleaufbereitungsanlage beseitigt. 

Wichtigste Maßnahme zum Schutz des Grundwassers ist die systematische Sanierung

Für LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf ist die systematische Sanierung von Altlasten eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers: "Mit der Finanzierung durch den Altlastensanierungsfonds werden in Niederösterreich jedes Jahr rund 50 verdächtige Flächen untersucht und bei einer erheblichen Umweltgefährdung als Altlast eingestuft. Damit können wir sicherstellen, dass Gefahren für Wasser, Luft und Boden rasch erkannt und einer Sanierung zugeführt werden. Niederösterreich ist damit im Bundesländervergleich führend."

Umsetzung für Ende 2017 geplant

Nach Durchführung von Behördenverfahren, Detailplanung und Vergabeverfahren sowie weiterer Voruntersuchungen ist die Umsetzung der Maßnahmen Ende 2017 vorgesehen.



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