Niederösterreich startet Unterschriftenaktion gegen Atom-Endlager

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Niederösterreich sagt „Nein“ zu drohenden Atommüllendlagern in Tschechien: Auf Initiative von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf startet eine niederösterreichweite Unterschriftenaktion gegen geplante Endlager-Standorte an der niederösterreichischen Grenze: „Für den Schutz der niederösterreichischen Bevölkerung zählt jede Unterschrift. Ganz nach dem Motto: ‚Für unsere Gesundheit. Für unsere Kinder. Für unsere Zukunft‘ setzten wir uns gemeinsam gegen drohende Endlager an unserer Grenze und für die Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ein“, bekräftigt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Jede Unterschrift zählt

Im Rahmen der Eröffnung der BIOEM, Energiespar- und Hausbaumesse in Großschönau (Bezirk Gmünd), präsentierte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf heute die Unterschriftenaktion und ruft alle Besucherinnen und Besucher zur Unterstützung auf: „Wir wollen ein klares und flächendeckendes Bekenntnis gegen die Atomkraft und für 100 Prozent Erneuerbare Energie schaffen. Bei uns ist die Energiewende bereits angekommen, bei unseren tschechischen Nachbarn leider noch nicht. Der Ausbau der Atomkraft ist ein großes Risiko für unsere Regionen, wir kämpfen weiter für die sichere Zukunft der nächsten Generationen. Jede und jeder ist gefragt, um unseren Standpunkt gegen die Atomkraft und vor allem gegen die Endlager in unmittelbarer Nähe unserer Heimat zu verdeutlichen“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Auf www.energiebewegung.at kann man gegen Endlager an unserer Grenze unterschreiben. Auch Unterschriftenlisten werden an alle Gemeinden versendet.

Suche nach einer Lagerstätte

Atomkraftwerke produzieren tagtäglich hochgiftigen Müll. Radioaktives Material wird zunächst am Kraftwerksgelände selbst zwischengelagert, erst nach einigen Jahre kann der radioaktive Müll überhaupt erst weitertransportiert werden. Atommüllendlager müssen Erdbeben und tektonischen Verschiebungen standhalten und gegen den Eintritt von Wasser dauerhaft geschützt sein. Tschechien ist seit 2016 auf der Suche nach einem Endlager-Standort, mehrere potentielle Standorte sind derzeit bekannt und werden geprüft. Darunter etwa Čihadlo, nur rund 21 km von der Staatsgrenze entfernt. 



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