20. GLOBART Academy mit dem Titel "Ordnung – Unordnung" in Krems eröffnet

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In der Minoritenkirche in Krems eröffnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am gestrigen Abend die GLOBART Academy, die seit zwei Jahrzehnten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft zu einer niederösterreichischen Denkwerkstatt zusammenführt

Von 21. bis 23. September hinterfragt diese heuer unter dem Titel „Ordnung – Unordnung“ die Unübersichtlichkeit der aktuellen Zeit. Im Rahmen der Eröffnung überreichte Mikl-Leitner Professorin Heidemarie Dobner, Intendantin von GLOBART, als Zeichen des Dankes und der Anerkennung das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich".  

Viele gesellschaftspolitische Themen im Mittelpunkt

GLOBART habe in den letzten 20 Jahren viele gesellschaftspolitische Themen in den Mittelpunkt gestellt, viele Persönlichkeiten hätten sich bereit erklärt, hier mitzumachen, Impulsreferate zu halten, Anregungen zu geben, Workshops abzuhalten, so die Landeshauptfrau. Das heurige Thema "Ordnung und Unordnung" sei sehr ansprechend. "Wenn wir an unseren Staat und an unsere Demokratie denken, dann braucht es beides. Es braucht zum einen ganz klare Spielregeln. Die Ordnung macht es möglich nach gewissen Regeln zu leben, damit ein friedliches Miteinander auch möglich ist. Und es braucht auch sehr viel an Eigenverantwortung, weil jeder eben seinen Stil hat und jeder an gewisse Dinge anders herangeht", so Mikl-Leitner. 

Innovation, Technologie und Digitalisierung als Chance nützen

"Wir wollen Innovation, Technologie und die Digitalisierung als Chance nützen – 

am Weg nach vorne für die Menschen", betonte Mikl-Leitner und erzählte in diesem Zusammenhang von ihrem kürzlichen Besuch in Israel. "In Israel werden Innovation, Technologie und Wissenschaft ganz groß geschrieben und wir als Bundesland Niederösterreich nehmen uns in diesem Zusammenhang Israel zum Vorbild". 

Krems als das ideale Umfeld für eine solche Denkwerkstatt

Bürgermeister Reinhard Resch sagte: "Krems bietet das ideale Umfeld für diese Denkwerkstadt, wir sind Bildungsstadt, Wissenschaftsstadt, Kulturstadt und haben auf diesen Gebieten eine gute Tradition. Wir haben fünf Universitäten und Fachhochschulen sowie 20 Schulen, wir haben insgesamt 21.000 Schüler und Studenten in dieser Stadt. Wir sind eine kleine Stadt, aber wir sind eine große Stadt, was die Bildung betrifft."

Ihre Ideen präsentieren rund 50 Referenten und Referentinnen

Rund 50 Referentinnen und Referenten präsentieren gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Vorträgen, Workshops, "Ideenräumen" und "Zukunftslaboren" Themen und Ideen. Die beiden Veranstaltungsorte Kloster Und und Klangraum Krems geben den Raum für drei intensive Tage voller Partizipation, Interkulturalität, Engagement, Kreativität und Leidenschaft. Auch heuer werden wieder 300 internationale Besucher willkommen geheißen, die eine lebendige Plattform der Begegnung und der Zusammenarbeit entstehen lassen. Aus Anlass des 20-jährigen Bestandsjubiläums wurde ein Kompositionsauftrag an Wolfgang Mitterer vergeben, Jakob Brossmann, Shootingstar der österreichischen Filmszene, stellte GLOBART in einer Kurzdokumentation vor. 

Die Vortragenden sind u. a. der Philosoph Peter Sloterdijk, die Globalisierungs- und Migrationsexpertin Saskia Sassen, Seyran Ates, die sich für einen liberalen Islam einsetzt, der alternative Nobelpreisträger Erwin Kräutler, der Postwachstumsökonom André Reichl, der Flüchtlingslager-Experte Daniel Kerber, GEO – Chefredakteur Christoph Kucklick, Umweltökonom Stephan Lutter, Menschenrechtsanwältin Elisabeth Steiner u.v.a. Den GLOBART Award erhält in diesem Jahr der US-Ökonom Jeffrey Sachs.    

123 Werke werden zur Schau gestellt

Die Denkwerkstatt GLOBART präsentiert im Rahmen der 20. GLOBART Academy im "museumkrems" die Ausstellung "Leben in Art Brut". Die Kunstsammlerin Hannah Rieger stellt für die Schau 123 Werke zur Verfügung, davon 62 von Künstlerinnen und Künstlern aus Maria Gugging. Die Ausstellung "Leben in Art Brut" kuratierte Monika Jagfeld, Direktorin des Museums im Lagerhaus, der Stiftung für schweizerische Naive Kunst und Art Brut in St. Gallen. 



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