Energie-Vorbilder beim NÖ Energie- und Umweltgemeindetag in St. Pölten geehrt

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Wie sich aktuelle Trends und Innovationen in Gemeinden umsetzen lassen und wie die Kraft der Motivation für eine zukunftsfähige Entwicklung genutzt werden kann, das waren die Themen des NÖ Energie- und Umweltgemeindetages am Freitag, 8. September, im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten. Spannende Vorträge zeigten Handlungsmöglichkeiten für Gemeinden auf und Gruppen luden zum intensiven Gedankenaustausch ein. Andy Holzer, ein blinder Extremsportler, sowie Markus Kreisel, der eine besonders effiziente Batteriezelle entwickelte, sorgten mit ihren Referaten für zusätzliche Impulse.

"Am Weg nach vorne braucht es Mut und Innovation", sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Gespräch mit der Moderatorin der Veranstaltung, Christiane Teschl-Hofmeister. „Niederösterreich ist eine Vorzeigeregion, wir sind uns aber bewusst, dass wir dazu als Allianzpartner die Gemeinden brauchen, damit wir die Innovationen auch verwenden. Heute können wir 100 Prozent unseres Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien decken", hielt sie fest. "Dieser Entwicklung liegt eine ganz klare Strategie zugrunde, die 2011 beschlossen und dann Schritt für Schritt umgesetzt wurde. Mittlerweile wurden in den Gemeinden 900 Projekte verwirklicht und an die 100 Millionen Euro an Investitionen getätigt", betonte Mikl-Leitner. In einer Videoeinspielung lobte auch Arnold Schwarzenegger die Erfolge Niederösterreichs beim Ausbau der Erneuerbaren Energie und der Schaffung von Green Jobs.

Partner im Kampf gegen Atomkraft sind die Gemeinden

"Die Gemeinden sind wichtige Partner im Kampf gegen die Atomkraft. Bei unserer Unterschriftenaktion gegen ein grenznahes Atommüll-Endlager haben uns schon mehr als 30.000 Menschen unterstützt", meinte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. "Die beste Antwort auf die Bedrohungen der Atomkraft ist der Ausbau der Erneuerbaren Energie, wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Die Gemeinden zeigen das engagiert vor, und auch im Verkehrsbereich tut sich unglaublich viel." erinnerte er u. a. an die erfolgreiche Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen, die mittlerweile die Strecke von St. Pölten bis zum Nordkap umfasst. Auch die monatlichen Neuzulassungen für Elektro-Autos pro Bezirk würden steigen, hob der LH-Stellvertreter in seiner Wortmeldung hervor. 

Niederösterreich ist eine Vorbildregion

Niederösterreich sei eine Vorbildregion, was die Erreichung der Klimaziele betreffe, sagte Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Positive Entwicklungen im Bereich der Mobilität seien nur "mit Unterstützung der Gemeinden möglich", so Greisberger. Deshalb werde auch aktuell eine Sammelbestellung für Elektro-Autos angeboten und die Gemeinden würden eingeladen, bei dieser Aktion mitzumachen. Ziel sei es, eine Million Euro für die Gemeinden durch besonders günstige Elektro-Autos einzusparen, meinte der Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.   

Ein Innovationscorner rundete das Bild ab

Ein Innovationscorner mit der Ausstellung von e-Fahrzeugen, Stromspeichern, e-Tankstellen und e-Zusatzgeräten für den Bauhof sowie ein Beratungs- und Informationscorner u. a. mit individueller Förderberatung für Gemeinden rundeten das Angebot des heutigen Energie- und Umweltgemeindetages in St. Pölten ab.



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