50 Jahre ORF Niederösterreich

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Im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Innenminister Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Landesdirektor Norbert Gollinger und zahlreichen weiteren Ehrengästen sowie ehemaligen und aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden am Montag, 23. Oktober, in einem Festzelt neben dem ORF Landesstudio NÖ "50 Jahre ORF Niederösterreich" gefeiert. Durch das Programm führten Claudia Schubert und Karl Trahbüchler. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Monika Ballwein Quartett.

Umso globalisierter eine Welt sei, umso mehr Bedeutung erhalte die Regionalität, betonte Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Gespräch mit Karl Trahbüchler, dass damit auch gleichzeitig "die Sehnsucht der Menschen nach regionaler Verwurzelung und nach Kommunikation von Mensch zu Mensch" wachse. "Dabei kommt den Landesstudios eine große Bedeutung zu", führte Mikl-Leitner aus, dass das ORF Landesstudio Niederösterreich nicht nur die Vielfalt der Regionen abbilde, sondern auch "Garant für Informationen aus den Regionen in die Regionen" sei. Das spiegle sich auch in den Hörer- und Seherzahlen wider, hielt die Landeshauptfrau fest, dass die Landesstudios "das wichtigste Kapital des Küniglbergs" seien.

Landesstudio leistet einen wesentlichen Beitrag

Niederösterreich sei jahrzehntelang im Schatten der Bundeshauptstadt Wien gestanden, erst durch die Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt habe das Land an Selbstbewusstsein gewonnen, führte die Landeshauptfrau aus, dass Niederösterreich von einem Agrarland zu einem Industrieland, Kulturland und Forschungsland geworden sei. "Das Landesstudio hat uns dabei begleitet und berichte", betonte Mikl-Leitner: "Das Landesstudio hat einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet, dass das Selbstbewusstsein unterstrichen wurde."

Große Chance um Landsleute zu informieren

Für sie als Landeshauptfrau sei jedes Interview "eine ganz große Chance, die Landsleute zu informieren, über das, was im Land passiert", bedankte sich Mikl-Leitner bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: "Sensationell, was das Landesstudio Niederösterreich leistet!"

Zeichen der Verbundenheit

Die große Besucherzahl sei "ein Zeichen der Verbundenheit unserem Landesstudio gegenüber" und es sei auch ein Zeichen dafür, dass das Landesstudio in Niederösterreich fest verankert sei, so Landesdirektor Gollinger. In seinem Statement dokumentierte er anhand von Beispielen die Entwicklung des Landesstudios in den vergangenen 50 Jahren: Während früher ein Tag fürs Drehen, ein weiterer fürs Schneiden verwendet und oftmals erst am übernächsten Tag gesendet worden war, müsste heute innerhalb kürzester Zeit gesendet werden und sogar immer öfter live. Das Landesstudio biete ein trimediales Programm: Fernsehen, Radio und Online. Die Landesstudios würden zunehmend auch in neue nationale Fernsehproduktionen eingebunden werden, hob Gollinger etwa "Guten Morgen Österreich" oder „Daheim in Österreich" hervor. Am Nationalfeiertag, 26. Oktober, gehe "9 Plätze – 9 Schätze" in die vierte Auflage, Niederösterreich habe bereits dreimal den zweiten Platz gemacht, "heuer wollen wir unbedingt gewinnen", führte der Landesdirektor aus, dass dieses Mal die Ysperklamm im Südlichen Waldviertel für Niederösterreich am Start sei.

Senden, was das Publikum bewegt

"Wir senden, was unser Publikum bewegt. Die Nähe zu unseren Hörern, Sehern und Nutzern ist Stärke und Erfolgsfaktor zugleich", so Gollinger. Die Landesstudios hätten eine entscheidende Funktion des ORF bei der Erfüllung seines öffentlich-rechtlichen Auftrags: "Sie bilden die Vielfalt der Länder und Regionen ab, sie machen den ORF unverwechselbar und bilden eine Brücke zum Publikum", so der Landesdirektor, der sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedankte.

Generaldirektor Wrabetz betonte, dass aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich "ganz tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" gekommen seien und kämen. Langfristig könne der ORF nur mit den Landesstudios überleben und auch umgekehrt. Große Herausforderung sei die Konkurrenz mit den größten Medienunternehmen der Welt wie Netflix und Google. Eines sei aber sicher: Diese könnten keine Landesstudios errichten, die Regionalinfos aus jedem Bundesland seien daher die Stärken des ORF.

Der ORF Niederösterreich wurde am 1. Oktober 1967 als eigenes Landesstudio gegründet. 1987 kam das Landesstudio nach St. Pölten, erste Expositur war im Dachgeschoß der historischen Stadtsäle, 1994 wurde das Studiomodell vorgestellt und 1998 erfolgte die Eröffnung. Ab 1997 wurde das Landesstudio trimedial mit der ersten Homepage, seit 2014 ist "NÖ heute" in HD zu sehen und 2017 folgten "NÖ heute kompakt" und das WhatsApp-Service. 

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