30 Jahre ecoplus-Regionalförderung gefeiert

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Im NV-Forum der Messe Wieselburg konnten die ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki und Jochen Danninger am Mittwoch, 18. Oktober, zahlreiche Gäste bei der Jubiläumsveranstaltung "30 Jahre Regionalförderung – gestern, heute, morgen" begrüßen, unter ihnen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav, ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schneeberger und Keynote-Speaker Professor Peter Filzmaier. Die Regionalförderung sei "eine Einrichtung, die ganz eng mit der Entwicklung Niederösterreichs verknüpft ist", so Miernicki.

Man feiere ein "wunderbares Jubiläum", begann Landeshauptfrau Mikl-Leitner ihre Festrede: "Diese Regionalförderung ist wahrlich eine Erfolgsgeschichte!". In den Statements ihrer Vorredner Landesrätin Bohuslav, ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Schneeberger, Keynote-Speaker Professor Filzmaier, Loisium-Geschäftsführer Kühmayer und Familienarena St. Corona-Geschäftsführer Morgenbesser habe man "den unglaublichen Stolz, etwas in der Region geschafft zu haben" gespürt: "Danke für diesen Elan, für diesen Stolz und für diese Kraft am Weg nach vorne!"

Erfolgsgeschichte mit Ursprung

"Diese Erfolgsgeschichte hat natürlich auch ihren Ursprung", hielt Mikl-Leitner fest, dass dieser in der Entscheidung einer eigenen Landeshauptstadt in Niederösterreich liege. "Diese Entscheidung hat große Freude ausgelöst, erstmals eine eigene Landeshauptstadt zu bekommen, sie hat aber auch Angst und Sorge ausgelöst, dass der ländliche Raum vergessen wird", führte die Landeshauptfrau aus, dass man sich mit dem "Ja" zu einer eigenen Landeshauptstadt dafür entschieden habe, die Regionalförderung einzuführen, um die Regionen weiterzuentwickeln. Heute könne man sagen: "Beides ist aufgegangen!"

Landesverwaltung und -politik an einem Ort

"St. Pölten hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem Ort der Landesverwaltung und Landespolitik entwickelt, wo auch viele Institutionen wie die Wirtschaftskammer oder die Arbeiterkammer ihren Sitz gefunden haben, und St. Pölten ist zu einer Kulturstadt geworden", erinnerte Mikl-Leitner daran, dass im Kulturbezirk kürzlich erst das Haus der Geschichte eröffnet worden sei und sich Stadt und Land gemeinsam für die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2024 bewerben. Außerdem hätten sich in St. Pölten hunderte Betriebe angesiedelt, und es seien dadurch tausende Arbeitsplätze geschaffen und gesichert worden.

Entwicklung der Regionen mittels Projekte

"Parallel dazu konnten sich die Regionen entwickeln, wo dank der Regionalförderung mehr als 2.800 Projekte umgesetzt werden konnten", betonte die Landeshauptfrau, dass alle Projekte einstimmig beschlossen worden seien. "Im Blick zurück können wir sagen: Wir können heute auf das beste Niederösterreich schauen und bauen!" Als Landeshauptfrau sei es ihr ein wichtiges Anliegen, Niederösterreich mit all seinen Regionen weiterzuentwickeln. Die gelbe Tür von ecoplus sei "ein Symbol, den Schritt in die Zukunft zu wagen und aus den heutigen Herausforderungen, neue Perspektiven und Chancen zu machen", betonte Mikl-Leitner, dass Niederösterreich und seine Regionen "sehr viele Zukunftschancen haben".

Aufheben der Unterschiede zwischen urbanem und ländlichem Raum

"Modernste Technologien machen es möglich, die Unterschiede zwischen dem urbanen und ländlichen Raum aufzuheben", informierte die Landeshauptfrau, dass viele Dinge bereits vorbereitet und in Umsetzung seien, etwa die Breitbandinitiative, weitere Cluster-Bildung und der Ausbau von Forschungseinrichtungen. All das würde dazu führen, "dass der ländliche Raum noch mehr gewinnt": Dass sich neue Betriebe ansiedeln, neue Ideen und Regionalprojekte entstehen und mehr Familien in den ländlichen Regionen dazukommen. Es gebe einen "Trend raus aufs Land", diesen müsse man fördern, so Mikl-Leitner.

Regionalförderung muss auch weiterhin Bestand haben

Man feiere heute nicht nur 30 Jahre Regionalförderung, sondern auch deren Zukunft. "Die Regionalförderung muss auch weiterhin Bestand haben", informierte die Landeshauptfrau, dass heute, Donnerstag, im Landtag, beschlossen wird, diese um weitere zehn Jahre bis 2027 zu verlängern. Damit wolle man "für Planungssicherheit in den Regionen sorgen". Sie sei davon überzeugt, "dass der ländliche Raum Zukunft hat" und "dass Ihre Ideen zu Chancen in den Regionen und zu neuen Perspektiven beitragen kann", bedankte sich die Landeshauptfrau bei den Verantwortungsträgern.

Potpurri an Projekten in den letzten 30 Jahren

In den letzten 30 Jahren konnten durch die Regionalförderung Investitionen von insgesamt rund 3 Milliarden Euro ausgelöst werden und dadurch konnten 22.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden, sprach Bohuslav von "einem Potpourri an Projekten", das entstanden sei: Es seien Thermen entstanden, Technologiezentren oder auch Landesausstellungen. "Die Regionen können definieren, wo liegen unsere Stärken", führte die Landesrätin aus, dass durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Regionen, den Projektträgern und dem Land Niederösterreich zukunftsweisende Projekte entstehen.

Von Agrarland hin zu einem Land voller Wirtschaft und Technologie

ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzender Schneeberger führte aus, dass man damals denselben Betrag für die Entstehung der Landeshauptstadt für die Regionen zur Verfügung gestellt habe. Das seien damals rund 7 Milliarden Schilling (heute umgerechnet: 500 Millionen Euro) gewesen und das habe zu einer Entwicklung in allen Regionen geführt. Niederösterreich habe sich "von einem Agrar- zu einem Wirtschafts- und Technologieland" entwickelt, und das sei von der Regionalförderung begleitet worden. "Es war immer klar: Die Idee muss aus der Region kommen", so Schneeberger über die Stärke der Regionalförderung.

Veränderung als Chance

In seiner Keynote "Veränderung als Chance. Die Zukunft der Regionen" verwies Politik- und Kommunikationswissenschaftler Peter Filzmaier auf die Österreichische Gemeindestudie 2015, wonach der Zufriedenheitswert der Bevölkerung mit der Lebensqualität in ihrer Gemeinde bei 90 Prozent liege. Dennoch gebe es Herausforderungen: "Es gibt den Auftrag weiterzumachen. Die Lebensqualität muss erhalten bleiben", betonte Filzmaier, dass diese nicht nur erhalten werden müsse, sondern, dass der Anspruch auch sei, noch besser zu werden. Die Regionalförderung sei eine Erfolgsgeschichte, "die Bilanz ist beeindruckend": 2.825 Projekte, 1,2 Milliarden Euro Förderung und EU-Kofinanzierung, 1.050 betreute Beratungen und 2,9 Milliarden Euro ausgelöste Investitionen. Was die Regionalförderung ausmache sei, dass die Idee aus der Region komme, dass man sich mit dem Förderträger über Handlungsrahmen und Ziele austausche, die Einbindung starker Partner und Promotoren, Vertrauen, Lernfähigkeit, Transparenz, Offenheit und Flexibilität.

Stellvertretend für die Projekte, die im Rahmen der Regionalförderung in den vergangenen 30 Jahren umgesetzt worden sind, stellten Geschäftsführerin Adelheid Kühmayer die Loisium WeinErlebnisWelt und Geschäftsführer Karl Morgenbesser die Familienarena St. Corona am Wechsel vor.

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