16. Hospizenquete des Landesverbandes Hospiz in St. Pölten

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Der Landesverband Hospiz NÖ lud heute zur 16. Hospizenquete in den Landtagssitzungssaal nach St. Pölten ein. Das diesjährige Thema lautete: "Wer sagt, dass ich anders bin? Hospiz und Palliative Care – für alle, die es brauchen". Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz betonte im Rahmen ihrer Begrüßung, dass die Förderung und der Ausbau von Hospizbegleitung und Palliative Care als Angebot für von Sterben, Tod und Trauer Betroffene ein zentrales Anliegen des Landes Niederosterreich sei. "Wir wollen die würde-, respekt- und vertrauensvolle Betreuung und Begleitung für Menschen im letzten Lebensabschnitt auch in Zukunft sicherstellen", so Schwarz.

"Unser Ziel ist es, jedem Menschen, unabhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung, der persönlichen Lebenssituation oder vom Versorgungsort, eine qualitativ hochwertige Hospiz- und Palliative Care-Versorgung zur Verfügung zu stellen", erklärte die Landesrätin. Niederösterreich verfüge über ein umfassendes Gesamtkonzept im mobilen und im stationären Bereich, das eine gleichwertige, flächendeckende, abgestufte Hospiz- und Palliative Care-Versorgung in ganz Niederösterreich zum Ziel hat. 

LR Barbara Schwarz bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz

Bei den Teilnehmenden der Enquete, die in unterschiedlichen Bereichen, viele auch ehrenamtlich in der Hospizarbeit tätig sind, bedankte sich Schwarz für deren beispielhaften und unermüdlichen Einsatz: "Es ist beeindruckend, wie liebevoll, fürsorglich und gleichzeitig höchst professionell jeder und jede Einzelne ihre tägliche Arbeit verrichtet, die bestimmt nicht immer einfach ist. Sie sind für zahlreiche Menschen an ihrem Lebensabend Begleiterin oder Begleiter am letzten Weg und Anker für ihre Angehörigen."

Palliative Betreuung an den NÖ Pflege- und Betreuungszentren

In allen NÖ Pflege- und Betreuungszentren wird integrierte palliative Betreuung angeboten, rund zwei Drittel der Häuser engagieren sich dazu außerdem im Projekt "Hospizkultur und Palliative Care im Pflegeheim". Ziel des Projektes ist es, Hospizkultur in der Pflege zu entwickeln und zu vertiefen, wobei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganzheitlich ausgebildet und geschult werden. "Diese Initiative von Hospiz Österreich und Landesverband Hospiz NÖ hat sich in Niederösterreich längst erfolgreich etabliert", betonte Schwarz.

In sieben niederösterreichischen Pflegeheimen – in Horn, Melk, Mistelbach, Mödling, St. Pölten, Tulln und Wiener Neustadt – gibt es außerdem ein stationäres Hospiz. Im NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Melk wurde eben erst der neue Hospizzubau in Betrieb genommen. Insgesamt stehen im Bereich der Landeseinrichtungen 71 Hospiz- und 68 Schwerstpflegeplätze zur Verfügung. Teil der multiprofessionellen Teams sind auch speziell in der Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung ausgebildete Ehrenamtliche. 

"Auch die Angehörigen werden beim Abschiednehmen und in der Trauer nicht alleine gelassen. Kulturelle und religiöse Aspekte und Rituale werden berücksichtigt und gelebt. Seelsorgerische oder psychosoziale Unterstützung wird auf Wunsch angeboten", so Schwarz abschließend.

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