LH Mikl-Leitner: Neues Forschungszentrum für Gender-Medizin in Gars am Kamp

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Der internationale Gesundheits-Dienstleister VAMED hat sich dazu entschieden, in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien ein Forschungszentrum für Gender-Medizin in Gars am Kamp im Waldviertel anzusiedeln. Das gaben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, VAMED-Vorstandsvorsitzender Ernst Wastler und Alexandra Kautzky-Willer, Leiterin der Gender Medicine Unit der Medizinischen Universität Wien, am Montag, 2. Oktober, in Wien im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.

"Das innovative Zentrum für Gender-Medizin in Gars am Kamp ist ein Vorreiter-Projekt in der medizinischen Forschung und Versorgung", so Mikl-Leitner. "Dieses Zentrum wird auch ein Vorzeige-Projekt in der Forschungslandschaft in Niederösterreich sein", kündigte sie an und betonte: "In Gars am Kamp wird die evidenzbasierte Forschung für Frauen und Männer im Mittelpunkt stehen". Das Waldviertel werde dadurch auch aufgewertet.  

Etwa 100 Millionen Euro werden pro Jahr in die Forschungslandschaft in NÖ investiert

Im Hinblick auf die Forschungslandschaft in Niederösterreich meinte sie, im Land Niederösterreich sei in den letzten 20 Jahren sehr viel im Bereich Forschung und Wissenschaft passiert. "Aktuell investieren wir pro Jahr etwa 100 Millionen Euro in die Forschung", so die Landeshauptfrau. Es sei gelungen, eine Wissenschaftsachse von St. Pölten, Krems, Klosterneuburg und Tulln bis Wiener Neustadt zu etablieren, "wo sich viele Betriebe ansiedeln". "Wir können heute feststellen, dass mit dem Forschungsbereich etwa 11.500 Arbeitsplätze verbunden sind", hielt sie fest. Es habe sich in den letzten Jahren auch sehr viel bei den Fachhochschulen und Universitäten getan, mittlerweile würden rund 21.000 Menschen in Niederösterreich studieren, informierte Mikl-Leitner. 

Meilensteinsetzung für die Innovation

Wastler sagte: "Mit diesem Schritt setzen wir einen Meilenstein in der Innovation. Die VAMED sei mit ihren Gesundheits- und Rehabilitationseinrichtungen Innovationsführer in der individualisierten Medizin, so der VAMED-Vorstand. Mit einem weit verzweigten Netzwerk von mehr als 600 betreuten Gesundheitseinrichtungen biete VAMED ein einzigartiges Umfeld für spitzenmedizinische Forschung zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten", sagte er. Diese Gesundheitseinrichtungen würden alleine in Niederösterreich rund 150 Millionen Euro zur Wertschöpfung beitragen und etwa 1.000 Arbeitsplätze sichern, so Wastler. 

Ab Herbst dieses Jahres nimmt das Institut seine Arbeit auf

Das neue Institut wird noch im Herbst dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen. Medizinische Leiterin wird die führende heimische Gendermedizinerin Alexandra Kautzky-Willer von der Medizinischen Universität Wien, Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres. Kautzky-Willer sagte: Jeder Patient habe individuelle Bedürfnisse und benötige daher ein maßgeschneidertes Therapiekonzept. "Wir erhoffen uns noch genauere Erkenntnisse über die unterschiedlichen Wirkungsmechanismen bei Frauen und Männern", so die Professorin. 

Unterschiedliche Bedürfnisse bei Männer und Frauen in der Forschung 

Männer und Frauen haben unterschiedliche Bedürfnisse – das betrifft die Interpretation von Krankheitssymptomen ebenso wie die Wirkung von Medikamenten oder therapeutischen Maßnahmen. Das Institut in Gars am Kamp wird in Zukunft zusätzliche Möglichkeiten in der angewandten, gendermedizinischen Forschung eröffnen. 

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