Theresienfeld feiert 250 Jahre Grundsteinlegung der Kirche "Zur Kreuzerhöhung" und Fertigstellung des Rückbaus der B17

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In Theresienfeld im Bezirk Wiener Neustadt werden am Sonntag, 1. Oktober, 250 Jahre Grundsteinlegung der Kirche "Zur Kreuzerhöhung" und die offizielle Verkehrsfreigabe der neu gestalteten Verkehrsflächen im Hauptplatzbereich (Fertigstellung des Rückbaus der B17) gefeiert. Nach einer Festmesse mit Hauptzelebrant Weihbischof Bischofsvikar Stephan Turnovszky fand am Vormittag ein Festakt statt, bei dem Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Festrede hielt.

"Der heutige Tag ist wahrlich ein ganz besonderer Festtag", führte Landeshauptfrau Mikl-Leitner aus, dass man heute zwei wichtige Ereignisse feiere: "250 Jahre Grundsteinlegung dieser wunderschönen Kirche und die offizielle Freigabe der neuen Gemeindestraße". Diese beiden Anlässe könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie hätten "ein verbindendes Element": "die wunderbare Gemeinde Theresienfeld". 

Theresienfeld hat eine lange Geschichte

"Theresienfeld hat eine sehr lange Geschichte. Kaiserin Maria Theresia war es, die hier die Ackerbaukolonie ‚Theresiafeld’ gegründet hat und einige Jahre später erfolgte die Grundsteinlegung der Kirche", betonte Mikl-Leitner, dass es etwas Besonderes sei, dieses Jubiläum zu feiern und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. "Nur wer seine Vergangenheit und seine Wurzeln kennt, kann man Weg nach vorne bestehen."

Niederösterreich besitzt eine Vielfalt an kulturellem Erbe

"250 Jahre Grundsteinlegung der Kirche zur Kreuzerhöhung stellt auch das kulturelle Erbe unseres Landes in den Mittelpunkt", führte die Landeshauptfrau aus, dass Niederösterreich "viel an kulturellem Erbe" habe: 450 Burgen, Schlösser und Ruinen, über 1.000 Kirchen und rund 150 bestehende und aufgehobene Klöster. "Dieses kulturelle Erbe ist für uns eine ganz große Verantwortung, dieses zu pflegen, zu erhalten und zu bewahren", betonte Mikl-Leitner, dass mit dem kulturellen Erbe die christliche Tradition des Landes verbunden sei. Niederösterreich sei „vom christlichen Glauben geprägt“ und die Kirche sei dafür ein wichtiges Symbol. Diese sei "ein wunderbarer Ort des Zusammenkommens und Krafttankens", führte die Landeshauptfrau aus, dass das immer wichtiger werde in einer Zeit des Umbruchs, in der sich in der Welt viel verändere und die Sehnsucht nach Traditionen groß werde. 

Umfahrung Sollenau-Theresienfeld ist funktionell und schön

2013 sei die Umfahrung Sollenau-Theresienfeld ihrer Verwendung zugeführt worden und damit habe man auch die Erkenntnis gewonnen, dass die B17 rückgebaut werden musste, um für die Bürgerinnen und Bürger "mehr an Lebensqualität und mehr an Sicherheit zu gewinnen", gratulierte die Landeshauptfrau herzlich zur Gestaltung: "Es ist funktionell und schön geworden." Die offizielle Verkehrsfreigabe dieser Verkehrsfläche sei aber kein Schlussstein, so werde als nächstes Projekt die Revitalisierung des Gasthauses vorgenommen, dieses solle in Zukunft "zu einem großen Magneten“ werden, wünschte Mikl-Leitner weiterhin "viel Erfolg".

Bürgermeister Theodor Schilcher nahm die Begrüßung und Vorstellung des Projekts vor. Seit 1763 sei die Ortsdurchfahrt, die Triester Straße, das dominierende Element in der Siedlungsstruktur. Durch den zunehmenden Verkehr sei die Umfahrung Sollenau-Theresienfeld notwendig geworden und damit habe auch die Planung für die B17 als Gemeindestraße begonnen. Schilcher bedankte sich bei der Bevölkerung, die während der Bauzeit Erschwernisse hatte, bei den Planungsbüros und bauausführenden Firmen sowie bei Landeshauptfrau Mikl-Leitner für die Unterstützung des Landes Niederösterreich. 

Klubobmann Alfredo Rosenmaier sprach in seinen Grußworten von einem "großartigen Tag". Die Festmesse, die "sehr familiär ausgerichtet" gewesen sei, sei "ein wunderschöner Einstieg für den Festakt" gewesen. Früher sei die B17 die Autobahn in den Süden gewesen, erinnerte Rosenmaier daran, dass mit dem extremen Verkehrsaufkommen die Lebensqualität immer mehr geschmälert worden sei und die Umfahrung Sollenau-Theresienfeld ein Segen sei. Mit der Eröffnung des "schönen Bauwerks" werde Theresienfeld und seinen Bürgerinnen und Bürgern Lebensqualität zurückgegeben. 

Die Segnung der neuen Verkehrsfläche nahm Weibischof Turnovszky vor. 

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