Ein Jahr Hilfsmittelpool für Kindergartenkinder mit Behinderung

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Im Jahr 2016 hat der NÖ Schul- und Kindergartenfonds eine neue Förderung für den Ankauf technischer Hilfsmittel für Kindergartenkinder mit Behinderung beschlossen. Ankäufe von technischen Hilfsmitteln, die den Kindergartenbesuch von sinnesbehinderten, körperbehinderten oder kommunikationsbehinderten Kindern erleichtern, wurden seit Juli 2016 zu 100 Prozent gefördert.

Zu den Hilfsmitteln zählen etwa Tonübertragungsanlagen (FM-Anlagen) für Kinder mit Höreinschränkungen, Lupen- und Leuchtsysteme für Kinder mit Sehbehinderungen oder spezielle Kommunikationsprogramme für Kinder, die nur eingeschränkt oder gar nicht sprechen können. 

Kommunikation erleichtern

"Mit dieser Förderung konnten wir bereits 30 Kinder in ihrem Kindergartenalltag unterstützen. Mehr als 50 Prozent der Ankäufe betraf Funkübertragungsanlagen, wodurch die Kommunikation zwischen Kindergartenpersonal und Kindern mit Höreinschränkungen wesentlich erleichtert werden kann. Aber auch Therapiestühle, Lesepulte und spezielle Leuchten wurden angeschafft", erklärt Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz.

Die Hilfsmittelvergabe

Für Schwarz sind derartige Unterstützungen für Kinder mit Behinderungen in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen besonders wertvoll: "Wir haben bereits im Schulbereich beste Erfahrungen mit dieser Form eines Hilfsmittelpools gemacht. Für den Schul- und Kindergartenbereich zusammen stehen rund 150.000 Euro für die Anschaffung von Geräten und Software zur Verfügung.“ Die Vorgehensweise ist dabei ganz einfach: Die Geräte und Softwaretools werden vom NÖ Medienzentrum angekauft und verwaltet, und je nach Bedarf werden sie dann an Gemeinden als Erhalter von NÖ Landeskindergärten verliehen. 

Kinder bestmöglich fördern

"Es muss unser gemeinsames Ziel sein, im Zusammenspiel von Familien und Bildungs- und Betreuungseinrichtungen jedes Kind an seine größtmögliche Selbstständigkeit heranzuführen. Jedes Kind hat das Recht auf die Ausschöpfung seiner Entwicklungsmöglichkeiten und auf eine möglichst selbstbestimmte Lebensgestaltung. Wir von Seiten des Landes NÖ leisten hier sehr gerne einen Beitrag, indem wir Bildungs- und Betreuungseinrichtungen auch technisch so ausstatten, dass Kinder mit Einschränkungen bestmöglich gefördert werden können“, so die Landesrätin. 

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