Wilfing: „70-mal zum Mond: bereits 27 Mio. Bus-km/Jahr durch VOR ausgeschrieben“

Schon die erste vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) umgesetzte Regionalbusausschreibung „Waldviertel“ im Jahr 2009 brachte den Fahrgästen massive Vorteile: Mit der Schaffung eines neuen Schnellliniensystems im Waldviertel können den Fahrgästen verlässliche Taktverkehre in der dünn besiedelten Region angeboten werden. Seitdem wurden in 24 weiteren Regionen konsequent Optimierungen im Regionalbusbereich umgesetzt. „Auch der Vergabeprozess an sich wurde vom VOR weiterentwickelt und an die Anforderungen unserer Zeit angepasst. So kommen heute Sozial- und Qualitätskriterien zur Anwendung, damit auch wirklich der beste Bieter zum Zug kommt. Insgesamt wird bis 2019 eine jährliche Buskilometerleistung von über 60 Mio. von VOR neu vergeben. Damit könnte man Jahr für Jahr 1.500 Mal die Erde umrunden!“, so Verkehrslandesrat Karl Wilfing.

-             Bereits 27 Mio. Buskilometer/Jahr neu ausgeschrieben

-             Qualitäts- und Sozialkriterien für mehr Qualität und soziale Verantwortung 

-             Einheitliches Busbranding zur besseren Orientierung 

-             Moderne Busse- und Fahrgastinformationssysteme

-             Bessere Fahrplanabstimmung zwischen Bus und Bahn

Bestbieterprinzip mit Qulitätskriterien

Bei den Ausschreibungen des VOR ist das Bestbieterprinzip mit Qualitätskriterien seit Jahren gängige Praxis. Moderne Busflotten, aufeinander abgestimmte Fahrpläne und bessere Kundeninformationssysteme sind ebenso Zielsetzungen wie ausreichende Deutsch- und Tarifkenntnisse der Buslenkerinnen und -lenker. Dabei steht die Betrachtung des Gesamtsystems öffentlicher Verkehr durch einheitliche Koordination im Zentrum. Neben Qualitätskriterien stehen Sozialkriterien im Fokus der aktuellen Vergabe-Diskussionen. „Besonders wichtig war mir immer, dass in die laufenden Ausschreibungen des VOR Sozialkriterien wie Vorgaben bezüglich Beschäftigungsanzahl von Lehrlingen und für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingebunden sind“, betont Wilfing. 

Hohe Qualität für die Kunden im Fokus

Ausschreibungen im regionalen Linienbusverkehr werden derzeit aufgrund entsprechender vergabe- und wettbewerbsrechtlicher Rahmenbedingungen umgesetzt (insbesondere EU PSO-Verordnung 2007, Vergaberichtlinien und österreichisches BVergG). In Niederösterreich werden diese Vergaben genutzt, um die Qualität des öffentlichen Verkehrsangebots den jeweiligen regionalen Anforderungen entsprechend zu optimieren und kundenfreundlicher zu gestalten. Daher werden in der Planung des ÖV-Systems alle Verkehrsmodalitäten von Bus und Bahn bis PKW, Fahrrad und auch Fußwege integriert. 

Öffentlicher Verkehr im Aufwind

Insgesamt wurden seit 2009 bereits 24 Ausschreibungen im Regionalbusverkehr umgesetzt. Darunter die völlige Neugestaltung des öffentlichen Regionalbusverkehrs in Wald- bzw. Mostviertel in den Jahren 2009 bzw. 2010, die Neukonzeptionierung des Regionalbusverkehres anlässlich der Eröffnung des Bahnhofs Tullnerfeld im Jahr 2012, die Einrichtung neuer Taktverkehre im Wiener Südraum im Jahr 2013 oder die Einrichtung neuer Verkehre in der Region Römerland Carnuntum im Jahr 2015. Heuer wurden mit dem Projekt „westliches Weinviertel“ und „Wienerwald“ bereits zwei bedeutende Ausschreibugen umgesetzt. „Alle diese Projekte haben eines gemeinsam: Durch vorbildliche Planung der VOR-Experten sowie transparente und faire Vergaben an Busunternehmen sollen die Regionalbusleistungen für unsere Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen laufend verbessert werden“, so Wilfing. 

Regionalbusausschreibungen sind Erfolgsfaktoren im öffentlichen Verkehr

Die erfolgreichen Regionalbusausschreibungen sind einer von vielen Erfolgsfaktoren im öffentlichen Verkehr: Das Land Niederösterreich investiert jährlich rund 140 Mio. Euro in ein modernes Angebot im Bus- und Bahnverkehr. Allein durch die Fahrplanverbesserungen bei einigen Regionalbahnen im Jahr 2015 konnten Fahrgastzuwächse von über 20 Prozent erreicht werden – etwa bei Kamptalbahn oder Kremser Bahn.

Das beschäftigt NÖ