Bilanz zu 20 Jahre NÖ Gesundheits- und Sozialfonds

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Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) gaben Landesrat DI Ludwig Schleritzko und NÖGUS-Geschäftsführerin Mag. Elfriede Riesinger in St. Pölten einen Überblick über die bisherige Arbeit sowie einen Ausblick auf aktuelle Strategien und Entwicklungen im niederösterreichischen Gesundheitswesen. Der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) verantwortet als Drehscheibe für Gesundheit die Planung, Steuerung, Qualitätssicherung und Finanzierung des NÖ Gesundheitssystems.

„Unser Ziel ist es, allen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern auch in Zukunft einen Zugang zu top-medizinischer Versorgung wohnortnahe anbieten zu können“
– LR Ludwig Schleritzko

„Der NÖGUS wurde 1997 zur Abwicklung der leistungsorientierten Spitalsfinanzierung gegründet. Wichtigstes Projekt ist die niederösterreichische Landeskliniken-Holding, die mit Expertenwissen des NÖGUS aufgebaut und 2005 aus dem NÖGUS herausgelöst wurde“, so Landesrat Schleritzko. Der NÖGUS sei für die Finanzierung der Gesundheitsleistungen der NÖ Kliniken verantwortlich, von 1997 bis 2017 habe der NÖGUS rund 30 Milliarden Euro in die Gesundheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher investiert. „Seit 2015 beträgt das jährliche Budget für den NÖGUS über zwei Milliarden Euro, für 2018 sind 2,4 Milliarden Euro veranschlagt. Zum Gesamtaufwand der Kliniken in der Höhe von zwei Milliarden tragen die Sozialversicherungen 760 Millionen Euro bei. Ein Krankenhaustag kostet pro Person durchschnittlich rund 1.000 Euro“, meinte der Landesrat.

Telefonische Gesundheitsberatung eingerichtet

„In den letzten 20 Jahren haben sich die Patientenzahlen in den Ambulanzen verdoppelt, dabei könnten zwei Drittel dieser Patienten durchaus vom Hausarzt rascher und wohnortnäher betreut werden“, hob Schleritzko hervor. In einem ersten Schritt sei deshalb die telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450 eingeführt worden, bei der die Patienten an die richtige Stelle im System „gelotst“ würden.

14 Gesundheitszentren für Niederösterreich bis 2021

Trotzdem sei die Sozialversicherung gefordert, es brauche eine Attraktivierung des Kassensystems durch eine aufwandsgerechte Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte, führte der Landesrat aus. Es brauche auch eine rasche Umsetzung der Gesundheitszentren, als sinnvolle Ergänzung der bisherigen hausärztlichen Versorgung. Für Niederösterreich seien 14 Zentren vorgesehen, „die wir bis 2021 umsetzen wollen“, sagte er. Eine Entlastung der stationären Strukturen und eine Stärkung der ambulanten Strukturen seien notwendig. Es gehe auch um die Qualität der medizinischen Behandlung, die wir sichern und steigern wollen. Eine flächendeckende Qualitätssicherung braucht es aber auch bei den Hausärzten, so der Landesrat.

Länger gesund Leben

Hinsichtlich der Gesundheitsvorsorge meinte er: „Wir haben mit der Initiative ‚Tut gut‘ ein sehr effizientes Instrument an der Hand. Durch die Initiative ‚Tut gut‘ sollen die Menschen mehr gesunde Lebensjahre erreichen. Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher leben nicht nur länger, sondern leben auch länger gesund“. Er sprach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom NÖGUS Respekt, Dank und Anerkennung aus.

Grenzüberschreitende Gesundheitsprojekte

Riesinger sagte: „Ab 2003 kam es zur größten Krankenhausübernahme in Europa, alle Gemeindekrankenhäuser und Verbandskrankenhäuser in Niederösterreich wurden bis 2008 in die Trägerschaft des Landes Niederösterreich übergeführt.“ Im Jahr 2013 seien im NÖGUS die grenzüberschreitenden Gesundheitsprojekte mit Gmünd und dem grenzüberschreitenden Rettungsvertrag gestartet worden.

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