Reopening der Kunsthalle Krems mit drei Ausstellungen

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Ein Jahr lang war die Kunsthalle Krems wegen Sanierungsarbeiten und, weil das Gebäude mit der entstehenden Landesgalerie Niederösterreich verbunden wurde, geschlossen. Die Wiedereröffnung fand mit den Ausstellungen „Abstract Painting Now!“, „Untitled“ von Tobias Pils und „Transposition and Reproduction“ von Sébastien de Ganay statt. Unter den zahlreichen Ehrengästen konnte der künstlerische Direktor Florian Steininger auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßen, die die Kunsthalle und die drei Ausstellungen eröffnete.

„Dieser heutige Tag ist mit Sicherheit ein ganz besonderer Tag für die Kulturstadt Krems und das Kulturland Niederösterreich, denn mit dem heutigen Tag setzen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein in der niederösterreichischen Kulturpolitik“, betonte Landeshauptfrau Mikl-Leitner, dass man mit der heutigen Wiedereröffnung der Kunsthalle Krems eine Erfolgsgeschichte weiterschreibe: „eine Erfolgsgeschichte, die vor rund 25 Jahren begonnen hat und Niederösterreich zu einem Kulturland gemacht hat, das national und international Anerkennung findet“.

Kulturbudget in den letzten drei Jahren verdreifacht

Niederösterreich habe dafür in den letzten 25 Jahren viel Geld investiert, sagte Mikl-Leitner, dass das Kulturbudget von 36 Millionen Euro auf 127 Millionen Euro nahezu verdreifacht worden sei. „Neue Initiativen wurden auf den Weg gebracht“, führte die Landeshauptfrau Grafenegg, den Kulturbezirk St. Pölten und auch die Kunstmeile Krems an. All diese Entwicklungen seien mit sehr vielen Persönlichkeiten und auch untrennbar mit dem Namen von Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll verbunden. Mikl-Leitner bedankte sich herzlich bei allen, „die hier mitgebaut haben“. Es seien „Werte geschaffen worden“. „Diese Werte bringen heute Wertschöpfung“, führte die Landeshauptfrau aus, dass Kunst und Kultur eine Wertschöpfung von rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr schaffe. Damit verbunden sei auch ein unglaublicher Beschäftigungsimpuls, sprach Mikl-Leitner von einem Beschäftigungseffekt von rund 25.000 Arbeitsplätzen. Diese Zahlen zeigten, „dass Investitionen in Kunst und Kultur zu einer unglaublich dynamischen Entwicklung einer Region beitragen“.

Zentrum der bildenden Kunst in Niederösterreich

Mit dem Reopening der Kunsthalle füge man der Erfolgsgeschichte „ein neues Kapitel“ hinzu, führte die Landeshauptfrau aus, dass man die einjährige Pause auch für eine Generalsanierung genutzt habe. „Heute öffnet die Kunsthalle Krems mit drei Ausstellungen ihre Tore“, hielt Mikl-Leitner fest, dass mit der Dominikanerkirche ein Ausstellungsort dazugekommen sei. Florian Steininger als künstlerischer Direktor wolle die Kunsthalle als internationalen Ausstellungsort entwickeln, sagte die Landeshauptfrau, dass er „ein unglaubliches Engagement“ zeige und seine Arbeit „mit viel Herzblut und Kompetenz“ mache. Mit der neuen Kunsthalle wolle man „viele Akzente“ setzen, gemeinsam mit dem Karikaturmuseum und der neu entstehenden Landesgalerie entstehe hier „das Zentrum der bildenden Kunst in Niederösterreich“.

Hotspot der Kultur in Mitteleuropa

Der künstlerische Direktor Florian Steininger hielt fest, dass es bei der Renovierung wichtig gewesen sei, „die räumliche Qualität zur Geltung kommen zu lassen“. Es gehe darum, Kunst „in einer modernen zeitgenössischen Art und Weise zu präsentieren“. Mit der Dominikanerkirche sei eine weitere Spielstätte hinzugekommen und damit habe sich die Kunstmeile stark erweitert, betonte Steininger, dass sich zwischen der Minoritenkirche und der Dominikanerkirche „einer der wichtigsten Hotspots der Kultur in Mitteleuropa“ befinde. Das heutige Reopening sei auch „ein Fest der Künstlerinnen und Künstler“. Ein großes Anliegen sei ihm auch die wissenschaftliche Qualität und Betreuung der Projekte, führte Steininger aus, dass es zu jeder Ausstellung einen Katalog gebe.

Nach den Worten von Florian Steininger als Kurator zur Ausstellung „Abstract Painting Now!“ und Kuratorin Verena Gamper zur Ausstellung „Untitled“ von Tobias Pils sowie der Eröffnung durch Landeshauptfrau Mikl-Leitner gab es einen Ausstellungsrundgang. Weiter geht das Reopening mit einer Parade mit dem Balkansambel zur Dominikanerkirche, wo Kurator Andreas Hoffer zur Ausstellung „Transposition and Reproduction“ von Sébastien de Ganay sprechen wird und das Sommerfest stattfindet. 

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