Arbeitstreffen von Mikl-Leitner, Stelzer und Schützenhöfer

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In Lunz am See und damit am geographischen Mittelpunkt der drei Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark trafen sich die Landeshauptleute Johanna Mikl-Leitner, Thomas Stelzer und Hermann Schützenhöfer zu einem Arbeitsgespräch. Schauplatz des Zusammentreffens war der in der Seegemeinde angesiedelte WasserCluster, ein interuniversitäres Zentrum für die Erforschung aquatischer Ökosysteme.

„Der Vorteil der Länder ist, dass sie ganz nahe bei den Menschen sein können.“
– Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Politik höre nicht an der Landesgrenze auf, man müsse „in Lebensräumen denken“, und daher wolle man die Zusammenarbeit der Bundesländer "weiter intensivieren“, sagte Landeshauptfrau Mikl-Leiter in einer Pressekonferenz nach dem Arbeitsgespräch. Neben Themen wie Gesundheit und Verkehr sprach sie auch die Kompetenzverteilung zwischen dem Bund und den Ländern an, es gehe hier um einen "Dialog auf Augenhöhe“, betonte sie: "Der Vorteil der Länder ist, dass sie ganz nahe bei den Menschen sein können."

Intensive Zusammenarbeit bei Digitalisierung

Intensiv zusammenarbeiten werde man auch im Bereich der Digitalisierung, man wolle die damit verbundenen Chancen nutzen, sprach Mikl-Leitner ein weiteres Thema an. Im Zusammenhang mit der 3. Piste am Flughafen sei man sich "einig, dass Österreich und die Bundesländer die internationale Anbindung brauchen“, um die wirtschaftliche Dynamik weiter zu entwickeln. Mit der 3. Piste seien rund 30.000 Arbeitsplätze verbunden, betonte sie.

Länder stehen für "praktische Lösungen mit Hausverstand"

Auch der oberösterreichische Landeshauptmann Stelzer hob die "guten Kontakten über die Grenzen hinweg“ hervor. Im Zusammenhang mit der Gewaltenteilung in der Republik sprach er sich dafür aus, "klare Kompetenzstränge zu schaffen“ und betonte: "Wir sind gesprächsbereit.“ Für den Industriestandort Oberösterreich habe das Thema Forschung eine besondere Bedeutung, die Entwicklung der Medizin-Fakultät in Oberösterreich sei ein gutes Beispiel für die Partnerschaft zwischen Bundesländern. Als Beispiele der Kooperation sprach er auch die Bereiche Bildung und soziale Versorgung an, die Länder stünden für "praktische Lösungen mit Hausverstand“.

Weltoffenheit und Heimatverbundenheit kein Gegensatz

Das heutige Zusammentreffen solle ein Symbol sein, "dass wir die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark verstärken wollen“, sagte der steirische Landeshauptmann Schützenhöfer. Für die Länder seien "Weltoffenheit und Heimatverbundenheit kein Gegensatz“, so Schützenhöfer. "Die Regionen arbeiten sehr gut zusammen“, betonte er weiters: „Wir bemühen uns gemeinsam, über die Grenzen der Bundesländer hinweg Akzente zu setzen“. Im Blick auf die Landeshauptleutekonferenz diese Woche in Tirol meinte er, es brauche "eine umfassende Neuordnung der Kompetenzaufteilung zwischen Bund und Ländern“. 

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