Feuerwehr präsentiert beeindruckende Bilanz für 2016

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Gemeinsam mit Landeshauptmann Pröll hat Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner die Einsatz-Statistik der NÖ Feuerwehren für das Jahr 2016 präsentiert. Und die Zahlen können sich sehen lassen. Insgesamt 2.375 Menschenleben wurden von den Florianis gerettet. Darüber hinaus wurde LH Pröll auch zum Ehrenmitglied der Feuerwehren ernannt.

„Das Land lebt von der Freiwilligkeit.“
– Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll

In einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St. Pölten informierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, MSc über die Einsatzbilanz 2016 der niederösterreichischen Feuerwehren. Im Zuge dieser bereits traditionellen Pressekonferenz überreichte Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner Landeshauptmann Pröll die erste Ehrenurkunde des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes als Zeichen des Dankes: "Du hast sehr viel für uns geleistet."

"Danke an die 98.300 Feuerwehrleute"

Landeshauptmann Pröll bedankte sich sehr herzlich für die Ehrenmitgliedschaft. Die traditionelle Pressekonferenz zur Einsatzbilanz der NÖ Feuerwehren gebe die Chance und Möglichkeit "ein herzliches Danke an die 98.300 Feuerwehrleute, die Extremstes geben, zu sagen" und "die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren zur Schau zu stellen", betonte Pröll, dass es auch darum gehe, den Freiwilligen Feuerwehren den Rücken zu stärken und ihnen zu zeigen, "dass das offizielle Niederösterreich hinter ihnen steht".

Florianis erbringen Leistung von 160 Mio. Euro

"Die Bilanz des Jahres 2016 ist wieder eine unglaublich beeindruckende", fügte Pröll ein "leider" hinzu, denn das bedeute gleichzeitig, dass es "herausfordernd für jede und jeden, der im Einsatz war" gewesen sei. "Insgesamt haben unsere Feuerwehren 60.322 Einsätze zu leisten gehabt. Dazu kommen 1,2 Millionen Stunden, um die Aus- und Weiterbildung zu gewährleisten", betonte der Landeshauptmann, dass die Einsätze, die zu bewältigen seien, höchste Qualifikation erfordern. Insgesamt seien 7,9 Millionen freiwillige Arbeitsstunden aufgewendet worden und wenn man diese mit einem Stundenlohn von 20 Euro berechne, bedeute das, dass dem Bundesland Niederösterreich durch die Freiwilligen Feuerwehren rund 160 Millionen Euro erspart worden seien. Das zeige die Bedeutung des Feuerwehrwesens, betonte Pröll, dass die Freiwilligen Feuerwehren "die beste und günstigste Versicherungspolizze" seien.

Die Feuerwehren seien "ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, unseren Landsleuten zu helfen", hob der Landeshauptmann hervor, dass im Vorjahr 2.375 Menschenleben gerettet worden seien. Dennoch würden auch die Feuerwehrleute an ihre Grenzen stoßen, so habe es 13 Todesopfer in Brandfällen gegeben.

Feuerwehrjugend wächst um mehr als 6 Prozent

Das Ehrenamt genieße im Bundesland Niederösterreich eine ganz besondere Bedeutung, betonte Pröll: "Das Land lebt von der Freiwilligkeit." Die Freiwilligkeit in den Feuerwehren gebe außerdem die "Chance zum Zusammenführen der Generationen" und sei ein gutes Beispiel für ein "gutes und zukunftsträchtiges Miteinander". Besonders erfreulich sei, dass es eine Zunahme bei der Feuerwehrjugend um mehr als sechs Prozent gebe. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Jugend für das Feuerwehrwesen begeistert werden könne.

Weiters würden die Feuerwehren eine entsprechende Tradition mitbringen, betonte der Landeshauptmann: "Wo man Tradition pflegen kann, ist Kraft vorhanden." Pröll bedankte sich sehr herzlich bei allen Feuerwehrleuten und Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner: "Einen derartigen Partner in Extremsituationen zu haben ist von unschätzbarem Wert."

FF richtet Blick nach vorne

Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner ergänzte, dass man in den letzten Jahren eine Gleichmäßigkeit bei den Einsätzen bemerken habe können. Die Feuerwehr beschäftigte sich auch mit Projekten der Zukunft, informierte Fahrafellner, dass man sich für Situationen bedingt durch den Klimawandel rüste. In Bezug auf die Feuerwehrfeste sei "ein Schulterschluss mit der Innung der Wirte" erreicht worden, meinte Fahrafellner, dass man mit der 72-Stunden-Regelung für die Feuerwehrfeste eine Möglichkeit gefunden habe, mit der auch die Tradition und das Zusammenleben in den Dörfern aufrecht erhalten werden können. Ein wichtiger Punkt sei die Hepatitis-Impfung - die Feuerwehren zählen nicht zur Risikogruppe und man müsse danach trachten, dass sich dies ändere.

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