Johann Steinböck

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Johann Steinböck wird 1894 in Frauenhofen bei Horn als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Nach der Volksschule besucht er die Landwirtschaftliche Winterschule in Tulln. 1928 wird er Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. 1932 wird er Abgeordneter zum NÖ Landtag und Obmann der Bezirksbauernkammer Horn. 1945 wird er Landesrat und schließlich 1949, nach dem Rücktritt Josef Reithers, Landeshauptmann von Niederösterreich.
Seine Amtszeit fällt in eine sehr bewegte Periode: 1950 beginnt die kommunistische Streikbewegung, 1953 werden die Kontrollen an den Zonengrenzen beendet und die Zensur abgeschafft, 1954 werden 97 sogenannte „Randgemeinden“ wieder selbständige niederösterreichische Gemeinden, 1954 hat Niederösterreich mit dem schlimmsten Hochwasser seit Menschengedenken zu kämpfen und 1955 wird der Staatsvertrag unterschrieben. Aber auch was den Wiederaufbau des Landes betrifft, können in der Amtszeit von Johann Steinböck Meilensteine errungen werden. So etwa wird durch die Landesgesellschaft NIOGAS die Erdgasversorgung aufgenommen, das Kamptalkraftwerk Ottenstein wird in Betrieb genommen und das Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug liefert erstmals Strom. Das erste Teilstück der Westautobahn kann eröffnet werden, die Grundsteinlegung für die Großraffinerie Schwechat erfolgt, die wieder aufgebaute Militärakademie in Wr. Neustadt wird eröffnet und der Spatenstich für den Bau der Südautobahn erfolgt.
Nach kurzem, schwerem Leiden stirbt Landeshauptmann Steinböck am 14. Jänner 1962. Am 31. Jänner wird Leopold Figl zu seinem Nachfolger gewählt.

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