DI Leopold Figl

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Leopold Figl wird am 2. Oktober 1902 in Rust im Tullnerfeld geboren. Er besucht das Gymnasium in St. Pölten und anschließend die Universität für Bodenkultur in Wien. Von 1938 bis 1945 ist er in mehreren Konzentrationslagern interniert und  1945 wird er, wenige Tage, nachdem er aus der Todeszelle befreit worden ist, mit der Bildung einer provisorischen Landesregierung in Niederösterreich betraut – dient in seiner Funktion als Landeshauptmann allerdings als Platzhalter für Josef Reither, der noch nicht aus der Gestapo-Haft heimgekehrt ist. Ebenfalls seit 1945 ist er Abgeordneter zum Nationalrat und wird nach einigen Monaten als Staatssekretär am 20.12.1945 schließlich als Bundeskanzler angelobt, nachdem die ÖVP bei der ersten Nationalratswahl nach dem Krieg am 25. November 1945 die absolute Mehrheit der Mandate erlangt hat. Von 1945 bis 1952 ist er Bundesparteiobmann der ÖVP. Nach einer vorgezogenen Nationalratswahl im Jahr 1953, bei der es Leopold Figl nicht gelingt eine Einigung mit dem Koalitionspartner zu erzielen, wird Julius Raab mit der Regierungsbildung beauftragt, der ihn als Bundeskanzler ablöst. Figl wird Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten. In dieser Funktion hat er auch großen Anteil am Abschluss des Staatsvertrages, den er 1955 unterzeichnet. Von 1959 bis 1962 fungiert er als Präsident des Nationalrates, 1962 wird er schließlich Landeshauptmann von Niederösterreich, nachdem der bisherige Landeshauptmann Johann Steinböck nach kurzem, schwerem Leiden stirbt.
Gleich am Anfang seiner Amtszeit verweist er in einer programmatischen Erklärung auf die Notwendigkeit, Kleinstgemeinden zu größeren Einheiten zusammenzufassen. Im selben Jahr finden erstmals Personalvertretungswahlen der NÖ Landesbediensteten statt. 1963 wird unter Landeshauptmann Figl das zweite Teilstück der Südautobahn eröffnet. 1964 schließen sich die ersten Gemeinden freiwillig zu größeren Kommunen zusammen. Am 9. Mai 1965 stirbt Figl infolge einer schweren Krankheit, neuer Landeshauptmann wird Eduard Hartmann.

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